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Mythos Millionär Wie viel Geld kann man im Leben verdienen?

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Der Bildungsgrad ist ausschlaggebend für das Lebenseinkommen.

(Foto: imago/Ikon Images)

Man kann es hierzulande mit Fleiß zwar zu einigem Wohlstand bringen, zu wirklichem Reichtum reicht es für die meisten aber nicht. Aber immerhin, in den meisten Jobs gibt es die ersehnte Million zu verdienen - in einem ganzen Leben. Bildung und Geschlecht spielen allerdings eine große Rolle.

Mythos Millionär - oder auch Lebenstraum, der aber für die meisten unerreichbar scheint. Doch man muss weder Fußballprofi noch Konzernchef sein, um Millionen zu verdienen. Allerdings bedarf es dazu in den meisten Fällen eines ganzen Berufslebens. Und natürlich brutto.

Wenn alles glattläuft, gibt es auch für den Otto-Normal-Bürger einiges zu holen. Das Vergleichsportal Gehalt.de hat auf Basis von 740.984 Datensätzen die Brutto-Lebenseinkommen von Beschäftigten nach Qualifikation, Geschlecht und Führungsverantwortung analysiert.

Ergebnis: Die Höhe des Lebenseinkommens ist auch eine Frage des Geschlechts. Über das gesamte Berufsleben gerechnet verdienen Männer rund 2,36 Millionen Euro. Frauen kommen im selben Zeitraum auf rund 1,66 Millionen Euro. Die Gehaltsentwicklung bei Frauen stagniert ab dem 35. Lebensjahr. Weibliche Beschäftigte verdienen ab diesem Zeitpunkt jährlich rund 38.000 Euro. "Im fortgeschrittenen Alter ist der Faktor Personalverantwortung ausschlaggebend für das weitere Lohnwachstum. Da der Anteil der weiblichen Führungskräfte nach wie vor deutlich geringer ist, erreichen die Gehälter für Frauen mit Anfang 40 ein Plateau", so Philip Bierbach, Geschäftsführer von Gehalt.de.

Masterabsolventen haben die Nase vorn

Aber auch die Bildung ist wenig überraschend ausschlaggebend für ein hohes Lebenseinkommen. Laut der Analyse verdienen Akademiker im Alter von 24 und 30 Jahren rund 45.500 Euro jährlich. Beschäftigte ohne akademischen Abschluss verdienen im Alter zwischen 20 und 25 Jahren zwar weniger (30.500 Euro), beziehen allerdings auch früher ihr erstes Gehalt. Im Alter von 35 Jahren haben Akademiker bereits 593.000 Euro verdient und damit Beschäftigte ohne akademischen Abschluss überholt (574.000 Euro). Wobei Beschäftigte mit Bachelorabschluss bei Berufseinstieg rund 40.500 Euro jährlich verdienen. Masterstudenten beginnen ihre Karriere später, beziehen in den ersten Berufsjahren jedoch ein Gehalt von 48.400 Euro. Wird das gesamte Lebenseinkommen verglichen, haben Masterabsolventen zum Karriereende insgesamt rund 300.000 Euro mehr verdient als Bachelorabsolventen.

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Doch auch mit einer Ausbildung können Beschäftigte gut verdienen, mit Führungsverantwortung sogar mehr als Akademiker. Leiter in der Logistik, die schon früh Personalverantwortung übernehmen, können in ihrer Karriere insgesamt bis zu 3,9 Millionen Euro verdienen. Auch Key-Account-Manager kommen mit 3,1 Millionen Euro auf ein lukratives Lebenseinkommen. Im Gegensatz dazu erhalten Erzieher mit rund 1,6 Millionen Euro vergleichsweise wenig. "Stellen, die einen akademischen Abschluss erfordern, werden grundsätzlich höher vergütet, da sie komplexer sind und häufig Personal- und Umsatzverantwortung beinhalten. Doch auch Beschäftigte nach einer Ausbildung können lukrative Gehälter erzielen - insbesondere in Führungspositionen", so Bierbach.

Quelle: ntv.de, awi