Ratgeber

Unfallpolicen Wo sind Kinder gut versichert?

Auf dem Schulweg sind Kinder über die gesetzliche Unfallversicherung geschützt. Doch die meisten Unfälle passieren in der Freizeit. Eine private Unfallversicherung für Kinder ist also elementar. Doch welche Policen sind zu empfehlen?

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Eine private Unfallversicherung muss sein.

(Foto: picture-alliance / dpa/dpaweb)

Jedes Jahr verunglücken 570.000 Kinder und Jugendliche zu Hause oder in der Freizeit. Eltern glauben oft, dass sie und ihre Kinder durch die gesetzliche Unfallversicherung ausreichend abgesichert sind. Tatsächlich greift der gesetzliche Versicherungsschutz aber nur selten. Jedes Kind sollte deshalb über eine gesetzliche Unfallversicherung abgesichert sein. Doch einen guten und servicestarken Anbieter zu finden, ist nicht ganz einfach, wie eine Analyse des Deutschen Instituts für Servicequalität (DISQ) ergab.

Für n-tv wurden der Service und die Produkte von insgesamt 20 Versicherern im Bereich Vorsorge für Kinder eingehend analysiert. Dabei ärgerten sich die Tester über lückenhafte Auskünfte am Telefon, nicht beantwortete E-Mails und unübersichtliche Internetseiten. Insgesamt war der Service in der Branche nur befriedigend. Größtes Manko war der E-Mail-Kontakt. Die Anfragen wurden im Durchschnitt erst nach über zweieinhalb Tagen beantwortet, knapp ein Drittel der Nachrichten blieb sogar ohne Reaktion. Fast jede dritte E-Mail-Antwort war nicht vollständig. "Häufig verwiesen die Mitarbeiter einfach auf ein Außendienstbüro, statt die Fragen zu beantworten", bemängelt DISQ-Chef Markus Hamer.

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Nur wenig besser war der telefonische Kontakt. Jedes zweite Gespräch war nicht individuell genug, lediglich jeder dritte Anrufer wurde namentlich angesprochen. Potenzial nach oben zeigte sich auch beim Internetauftritt. So bewerteten lediglich 43 Prozent der Testnutzer die optische Gestaltung positiv, ein Drittel bemängelte die Übersichtlichkeit.

Preisspanne ist enorm

Die Versicherungsleistungen wurden vom Ratingunternehmen Franke & Bornberg analysiert. Dabei offenbarten sich große Unterschiede bei den Prämien. Während die günstigste Kinder-Unfallpolice für 46,90 Euro im Jahr angeboten wurde, kostete die teuerste mit 169,40 Euro mehr als dreimal so viel. Auch bei der genauen Ausgestaltung der speziellen Leistungsmerkmale zeigten sich Unterschiede. So war der unfallbedingte Schulausfall nur selten Bestandteil der Versicherungen. Auch Vergiftungen durch Nahrungsmittel waren beim Großteil der Angebote ausgeschlossen. Positiv fiel auf, dass einige Unternehmen beim Rooming-In keine Vorgaben bei der Altersbegrenzung machten.

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Testsieger der Studie wurde die DEVK, die insgesamt den besten Service bot. Große Stärken waren die kompetente und verständliche Beratung am Telefon sowie per E-Mail und die sehr gute Website. Zudem glänzte die analysierte Unfallversicherung für Kinder durch günstige Jahresprämien. Die Debeka folgte auf Rang zwei und bot in allen Analysebereichen Top Service. Das Unternehmen fiel vor allem durch freundliche und glaubwürdige Mitarbeiter am Telefon auf. AXA sicherte sich Rang drei durch die gute Leistung bei der Produktanalyse. Die Unfallversicherung bestach durch die günstigste Prämie im Vergleich. Im Service kam sie aber lediglich auf Rang zehn.

Zum Unfallversicherungsvergleich

Quelle: ntv.de, ino

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