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100 Millionen ungenutzte Exemplare Wohin mit dem alten Handy?

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Ausgemusterte Handys - ihr Materialwert dürfte mit dem zunehmenden Ausrangieren von Smartphones der ersten Generationen weiter ansteigen.

(Foto: picture alliance / dpa)

Heute brandneu, morgen schon veraltet - die technische Entwicklung auf dem Handy-Markt verläuft rasant. Viele Menschen legen sich spätestens alle zwei Jahre ein neues Smartphone zu. Beim Umgang mit alten Geräten sollte man ein paar Dinge nicht vergessen.

Rund 100 Millionen alte Handys liegen in Schubladen, Schränken oder Kartons herum, schätzt der Branchenverbandes Bitkom auf Basis einer Umfrage. Demnach haben vier von fünf Deutschen mindestens ein ungenutztes Handy oder Smartphone zu Hause, fast jeder Dritte hortet sogar zwei Geräte, fünf Prozent sogar vier oder mehr. Und nicht mal die Hälfte der rund 1000 Befragten hat schon mal ein Mobiltelefon entsorgt - also weiterverkauft, verschenkt oder es zu einer Sammelstelle für Elektronikmüll gebracht.

Wie müssen alte oder kaputte Handys entsorgt werden?

Alt-Handys dürfen nicht einfach in den Hausmüll geworfen werden. Wie andere Elektrogeräte müssen sie professionell entsorgt werden - etwa über kommunale Recyclinghöfe. Nach Angaben von Bitkom nehmen alle Mobilfunkanbieter ihre Geräte kostenlos zurück - per Post oder direkt im Geschäft. Viele Unternehmen spenden dafür etwas Geld an Hilfsorganisationen oder Umweltschutz-Initiativen.

Welche Alternativen gibt es zur Entsorgung?

Handybesitzer können ältere, aber noch intakte Geräte auch verschenken, verkaufen oder als Zweithandy selbst behalten - für den Fall, dass das neue Smartphone kaputt geht. Verschiedene Initiativen sammeln zudem alte Mobiltelefone, um entweder die Rohstoffe wiederzuverwerten oder die Telefone in Entwicklungsländer zu verschicken.

Wo und wie können Verbraucher alte Handys verkaufen?

Eine Möglichkeit ist der Verkauf übers Internet, zum Beispiel über Ebay. Für gebrauchte Smartphones werden je nach Modell und Zustand noch mehrere hundert Euro gezahlt. Auch gibt es spezielle Firmen, die gebrauchte Handys und Elektrogeräte aufkaufen, diese optisch und technisch aufbereiten und dann weiterverkaufen. Solche Anbieter sind etwa "Wirkaufens", "Zonzoo" "Momox" oder "Rebuy". Einige Mobilfunkanbieter nehmen Altgeräte beim Kauf neuer Mobiltelefone in Zahlung.

Wie kriegt man die Daten vom Handy?

Egal, ob Verkauf, Weiter- oder Rückgabe: Alle privaten Daten auf dem Handy wie das Adressbuch, Nutzerprofile von sozialen Netzwerken, Nachrichten, Online-Banking-Zugänge sowie Fotos und Videos sollten zuvor sorgfältig gelöscht werden. Handys bieten dafür eine Funktion, die sich sinngemäß "Daten löschen und Werkseinstellungen wiederherstellen" nennt. Wichtig ist zudem, externe Speicherkarten aus dem Handy zu entfernen oder mit einem speziellen Softwareprogramm zu löschen.

Quelle: n-tv.de, dka/AFP

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