Ratgeber

Was ändert sich 2015 ... ... bei Heizung und Strom?

Kaffeemaschinen müssen sich künftig nach spätestens 40 Minuten selbst abschalten und Hausbesitzer, die ihrer Dämmpflicht noch nicht nachgekommen sind, müssen das im Laufe des nächsten Jahres tun. Das neue Jahr hält im Bereich Energie einige Änderungen bereit.

Ein Wärmebild gelingt am besten, wenn es draußen trocken und kalt ist. Foto: Hessische Energiespar-Aktion

Übers Dach geht reichlich Wärme verloren. Hausbesitzer müssen deshalb nachbessern.

Jahrelang kannte der Strompreis nur eine Richtung: nach oben. 2015 ist erstmals Besserung in Sicht. Für manche Hausbesitzer könnte 2015 aber ein teures Jahr werden, denn sie müssen ihre alten Heizkessel austauschen. Hier die Details:

Strom wird billiger

2003 wurde die EEG-Umlage zur Förderung erneuerbarer Energien eingeführt, seitdem ist sie stets teurer geworden. Zum 1. Januar wird werden die Kosten zum ersten Mal sinken – wenn auch nur marginal: In Summe werden Umlagen, Abgaben und Steuern um 0,15 Cent pro Kilowattstunde günstiger. Auch bei den Netzentgelten tut sich was, allerdings nur regional. Spielräume für Preissenkungen bleiben den Versorgern aber überall, denn schon seit Jahren sind die Preise an der Strombörse im Sinkflug.     

Kaffeemaschinen

Stundenlanges Warmhalten macht Kaffee nicht besser, verbraucht aber auf Dauer eine ganze Menge Energie. Kaffeemaschinen, die ab 2015 in den Handel kommen, müssen eine Abschaltautomatik haben. Bei Isolierkannen soll sich die Maschine schon fünf Minuten nach dem Brühen ausschalten, bei Glaskannen nach 40 Minuten. Kapsel- und Padmaschinen gehen nach 30 Minuten in den Ruhemodus. Pro Haushalt und Jahr könnten so langfristig im Schnitt zehn Euro Stromkosten pro Jahr eingespart werden.  Alte Maschinen dürfen die Händler noch abverkaufen. Wer trotz Geschmacksbeeinträchtigung alten Kaffee trinken will, kann das auch weiterhin tun, denn die Abschaltautomatik lässt sich in der Regel ausschalten.

Energiekennwert bei Immobilienanzeigen

Kommerzielle Immobilienanzeigen müssen schon seit dem 1. Mai 2014 künftig etwas ausführlicher ausfallen. Bislang wurden Verstöße aber nicht geahndet. Das wird ab dem 1. Mai 2015 anders. In Inseraten sind dann bestimmte Angaben zur Energieeffizienz Pflicht. Neben dem Baujahr und der Befeuerungsart muss auch die Art des Energieausweises und der entsprechende Kennwert genannt werden. Bei Energieausweisen, die nach dem 1. Mai 2014 ausgestellt wurden, darf auch die Effizienzklasse nicht fehlen. Privatvermieter und –verkäufer müssen sich aber nicht vor einer Strafe fürchten, wenn sie diese Angaben vergessen.

Dämmung unterm Dach

Über unbeheizte Dachböden geht eine Menge Wärme verloren, wenn das Dach nicht gedämmt ist. Bis Ende 2015 müssen Hausbesitzer nachbessern und die oberste Geschossdecke, bzw. das Dach, so dämmen, dass der Mindestwärmeschutz gewährleistet ist. Selbstnutzer, die seit mindestens 2002 in ihrem Ein- oder Zweifamilienhaus leben, sind von der Dämmpflicht befreit. Wird das Haus irgendwann verkauft, muss der neue Eigentümer nachrüsten. Ob und wie der Dachboden genutzt wird, spielt bei der Dämmpflicht keine Rolle, entscheidend ist lediglich, dass er zugänglich ist.

Alte Heizkessel

Für Öl- und Standardheizkessel gilt eine Altersbeschränkung von 30 Jahren. Ab dem 1. Januar 2015 dürfen keine Kessel mehr betrieben werden, die vor 1985 eingebaut wurden. Aber keine Regel ohne Ausnahmen: Eigentümer, die schon seit Februar 2002 in ihrem Ein- oder Zweifamilienhaus leben, dürfen auch mit älteren Kesseln weiter heizen. Außerdem gilt sie Austauschpflicht nur für Konstanttemperaturkessel. Brennwert- oder Niedertemperatursessel mit höherem Wirkungsgrad dürfen in Betrieb bleiben.

Quelle: ntv.de, ino

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