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Abnehmen mit Wein & Schokolade? Das steckt hinter der Sirtfood-Diät

Bei der Sirtfood-Diät sind (dunkle) Schokolade und Wein erlaubt.

Bei der Sirtfood-Diät sind (dunkle) Schokolade und Wein erlaubt.

(Foto: iStockphoto)

Eine Diät für Genießer soll die Sirtfood-Diät sein, auf die viele VIPs setzen. Sogar Wein und Zartbitterschokolade sind bei dieser speziellen Fastenkur erlaubt.

Der Name der Diät leitet sich vom Eiweiß Sirtuin ab. Bei den Sirtuinen handelt es sich um eine Gruppe von Enzymen. Im menschlichen Körper sind sieben Varianten davon wirksam und steuern diverse Stoffwechsel- und Zellalterungsprozesse. Sirtuine wirken wie ein natürlicher Stoffwechsel-Turbo: Sie kurbeln einerseits den Fettabbau an und beschleunigen andererseits den Muskelaufbau. Beides zusammen ist die effektivste Methode, um abzunehmen.

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Ihre Aktivität kann zum einen durch Medikamente beeinflusst werden – zum anderen aber auch durch einen bestimmten Speiseplan, wie die Ernährungsmediziner Aidan Goggins und Glen Matten aus den USA behaupten. Das Ziel der Diät besteht darin, möglichst viele Lebensmittel zu essen, welche die Sirtuine im Körper aktivieren.

Dazu zählen zum Beispiel:

  • Avocados
  • Blaubeeren
  • Brokkoli
  • Knoblauch
  • Rucola
  • Soja
  • Walnüsse

Auch grüner Tee, schwarzer Kaffee (ohne Zucker), Rotwein und dunkle Schokolade gehören zu den Stoffwechsel-Beschleunigern.

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Der Schlüssel zum Erfolg der Sirtfood-Diät ist der hohe Anteil an Polyphenolen, also Gerbstoffen, die in den empfohlenen Lebensmitteln enthalten sind. Die Gerbstoffe sind es, welche die verschiedenen Sirtuine im Körper aktivieren und so den Fettabbau beschleunigen. Sie zählen zu den sekundären Pflanzeninhaltsstoffen und finden sich – mit Ausnahme von Garnelen – ausschließlich in pflanzlichen Produkten. Daher eignet sich die Diät ideal für Vegetarier und Veganer, während sie Fleischfans vor eine große Herausforderung stellt.

Die Sirtfood-Diät verspricht einen Gewichtsverlust von drei Kilogramm innerhalb von zwei Wochen. Doch ganz ohne Beschränkungen funktioniert auch diese Abnehm-Methode nicht: In den ersten drei Tagen beträgt die tägliche Energiezufuhr nur 1.000 Kilokalorien, ab dem vierten Tag sind dann 1.500 Kilokalorien pro Tag erlaubt. Und die sollten natürlich nicht nur aus Alkohol und Süßem zusammengestellt sein, erklärt Ernährungsberaterin Ursula Klein: "Ich empfehle maximal ein Glas Rotwein am Abend und ein paar Stücke dunkle Schokolade am Nachmittag, dann kommt man auch mit der Kalorienempfehlung bestens zurecht." Aber bringt das wirklich dauerhaften Erfolg?

Es gibt bislang keine wissenschaftlichen Belege für die Wirksamkeit der Sirtfood-Diät. Klar ist jedoch: Wer seine Kalorienzufuhr für mehrere Tage oder Wochen auf 1.000 bis 1.500 Kilokalorien beschränkt, nimmt zwangsläufig ab. Ein hoher Anteil der oben genannten gerbstoffhaltigen Lebensmittel auf dem täglichen Speiseplan verhindert jedoch den Abbau von Muskeln – das ist ein unerwünschter Nebeneffekt vieler anderer Diäten und macht die Sirtfood-Diät besonders interessant.

Eines hat die Sirtfood-Diät mit anderen Diäten gemeinsam: Bei Menschen, die nach der Diät einfach essen wie zuvor, ist ein Jo-Jo-Effekt auf der Waage zu erwarten. Das liegt daran, dass unser Körper auf das Speichern von Energie programmiert ist. Wer sein Gewicht halten möchte, sollte versuchen, die tägliche Kalorienzufuhr auf 2.000 bis 2.500 Kilokalorien pro Tag zu beschränken und auf eine ausgewogene Ernährung achten.

Dazu zählt der Konsum von überwiegend pflanzlichen Lebensmitteln wie Gemüse und Obst, vielen Vollkornprodukten und ungesättigten Fetten, wie sie in Pflanzenölen und fettem Seefisch stecken. Zucker, Salz und gesättigte Fette sollten im Gegenzug nur in Maßen konsumiert werden. Auf diese Weise können Sie einer erneuten Gewichtszunahme am besten vorbeugen.

Quelle: ntv.de