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Ratgeber für Einsteiger E-Bike kaufen: Diese Tipps helfen bei der Auswahl

Discounter und Baumärkte locken ab und zu mit günstigen E-Bikes. Der niedrige Preis wird allerdings oft mit billigen Komponenten erkauft.

Discounter und Baumärkte locken ab und zu mit günstigen E-Bikes. Der niedrige Preis wird allerdings oft mit billigen Komponenten erkauft.

(Foto: iStockphoto)

Raus aus der Wohnung und rauf aufs E-Bike. Doch die Anschaffung eines E-Bikes ist vergleichsweise teuer. Wir stellen die wichtigsten Kaufkriterien für Einsteiger vor und zeigen passende Räder für jede Gelegenheit.

E-Bikes haben eine rasante Erfolgsgeschichte hingelegt. Die Fahrräder mit Elektromotor erleichtern Fahrradfahrern den Weg und übernehmen bei langen Strecken und steilen Anstiegen einen Teil der Arbeit. Sie benötigen jedoch nicht nur Eingewöhnungszeit, sondern auch Vorwissen. Es gibt viele E-Bike-Varianten für unterschiedliche Bedürfnisse und einige technische Merkmale, die Kunden beim E-Bike-Kauf im Hinterkopf behalten sollten.

E-Bike-Kauf: Auf diese Punkte sollte man achten

  • Akku: Damit einem das E-Bike die Tretarbeit erleichtern kann, braucht es einen leistungsfähigen Akku. Je größer die Wattstundenzahl, desto größer die Reichweite. Beeinflusst wird der Aktionsradius aber auch durch das Gesamtgewicht und die eingestellte Unterstützungsleistung.
  • Motor: Das gilt auch für die Position des Motors. Ein Mittelmotor sorgt für einen angenehm tiefen Schwerpunkt, Front- und Heckmotoren können Gewichtsverteilung und Fahrverhalten negativ beeinflussen.
  • Gangschaltung: Eine wartungsintensive Kettenschaltung lohnt sich für Sportler und Bergfahrer, da sie fast die gesamte Kraft des Fahrers auf die Strecke bringt. Für gelegentliche Touren und den Weg zum Einkaufen reicht eine Nabenschaltung vollkommen aus.
  • Qualität hat ihren Preis: Discounter und Baumärkte locken ab und zu mit günstigen E-Bikes. Doch der niedrige Preis wird oft mit billigen Komponenten erkauft. Und wenn der Antrieb dann schnell schlappmacht, hat sich das Sparen nicht gelohnt. Man sollte auf einen stabilen Rahmen, gute Bremsen und ausreichende Beleuchtung achten. Und auch das Gewicht spielt eine Rolle: E-Bikes wiegen deutlich mehr als normale Fahrräder, teure Modelle sind aber meist leichter als günstige.
  • Besser mit Helm fahren: Auch wenn er nicht zwingend vorgeschrieben ist, sollte man auch auf einem E-Bike einen Helm tragen. Gerade wenn Fahrer noch nicht mit der Handhabung vertraut sind, kann es zu Stürzen kommen. Dann kann ein Fahrradhelm Leben retten.
  • Welche Variante: Es gibt mehrere E-Bike-Arten, bei deren Bezeichnung es häufig zur Verwechslung kommt: Die meisten Menschen meinen ein Pedelec, wenn sie von einem E-Bike sprechen. Der Motor des Fahrrads unterstützt den Fahrer hier nur, wenn er selbst in die Pedale tritt. Die Antriebsleistung ist begrenzt und greift nur bis 25 km/h. Dafür gilt für das Pedelec aber auch keine Helm- oder Führerscheinpflicht. Anders ist die Lage bei S-Pedelecs und E-Bikes, die den Fahrer bis zu 45 km/h unterstützen oder auch Leistung bringen, wenn man nicht in die Pedale tritt. Für diese Gefährte benötigt man Versicherungskennzeichen, Führerschein und Helm.

3 E-Bikes für unterschiedliche Ansprüche

Inzwischen gibt es E-Bikes für jeden Geschmack und Anspruch. Wir haben drei Modelle herausgesucht, die verschiedene Bedürfnisse abdecken und in Tests positiv aufgefallen sind.

Der alltagstaugliche Testsieger von Stiftung Warentest

Möchte man ein E-Bike kaufen, sind Testberichte eine gute Anlaufstelle. Im vergangenen Sommer nahm Stiftung Warentest mehrere E-Bikes unter die Lupe und unterzog sie einem Langzeittest. Zum Sieger mit der Note 1,7 kürten die Tester wie schon im Jahr davor ein E-Bike von KTM, das KTM Macina Tour 510. Es überzeugte durch seinen Bosch-Antrieb, eine 9-Gang-Deore-Schaltung, einen integrierten 500-Wh-Powermotor und seine Stabilität mit und ohne Gepäck.

Das Nachfolgemodell von 2021 steht dem in nichts nach:

  • Motor: Bosch-Performance-Line-Mittelmotor
  • Akku: 500 Wh mit einer maximalen Reichweite von 140 Kilometern
  • Gangschaltung: Shimano-Deore-Kettenschaltung
  • Gewicht: ca. 26 Kilogramm

Das E-Bike ist mit verschiedenen Rahmen sowie in verschiedenen Farben und Ausstattungsvarianten erhältlich.

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E-Bike-Hybrid für Straße und Gelände: All-Terrain-Pedelec

All-Terrain-E-Bikes eignen sich für den normalen Straßen- und Stadtverkehr beim täglichen Pendeln und für die Tour ins Gelände. Bike Bild testete neun All-Terrain-Pedelecs und kürte das Supercharger 2 GT von Riese & Müller zum Testsieger. Im Test überzeugte das E-Bike mit seinen beiden Bosch-Akkus, einer 14-Gang-Rohloff-Nabenschaltung, die im Stand für leichtes Anfahren automatisch in den fünften Gang geht, 134 Kilometern Reichweite und sehr effektiven Bremsen.

  • Motor: Bosch-Performance-Line-CX-G4-Mittelmotor
  • Akku: 1.000 Wh (2 x 500 Wh)
  • Gangschaltung: Rohloff E14
  • Gewicht: ca. 30 Kilogramm
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E-Klapprad für Pendler

Ein E-Klapprad vereint die elektrische Unterstützung eines E-Bikes mit dem platzsparenden Faltmechanismus eines Klapprads und ist damit praktisch für alle, die in ihrer Wohnung nicht genügend Platz haben oder ihr E-Bike mit in den Zug oder ins Auto nehmen möchten. Empfehlenswert ist in dieser Kategorie etwa das NCM Paris+. Der herausnehmbare 684-Wh-Akku gewährt mindestens 50 Kilometer Reichweite und lädt nebenbei auch noch das Smartphone auf. Der Faltmechanismus funktioniert laut Hersteller ohne zusätzliches Werkzeug.

  • Motor: SY-R2S-Heckmotor
  • Akku: 684 Wh
  • Gangschaltung: Shimano 8-Gang
  • Gewicht: ca. 24 Kilogramm
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Fazit zum E-Bike-Kauf

Es lohnt sich, auf Qualität zu achten, wenn man sich ein E-Bike kauft. Höherwertige Komponenten und bessere Motor- und Akkuleistung haben nun einmal ihren Preis. Bevor Radler in die Pedale treten, sollten sie sich aber unbedingt darüber klar sein, wofür sie das E-Bike brauchen.

Quelle: ntv.de

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