Shopping & Service (w)

GPS-Armbänder im Check Fitnesstracker-Test: Zwei Geräte fallen auf

Fitnesstracker zeichnen unsere Bewegungen auf.

Fitnesstracker zeichnen unsere Bewegungen auf.

(Foto: iStockphoto)

Weltweit sind im vergangenen Jahr fast 42 Millionen Fitnesstracker verkauft worden, wie Zahlen von Statista.com zeigen. Die kleinen Armbänder, die unsere Schritte zählen und anzeigen, wie viele Kalorien wir verbrauchen, sind angesagt. Experten sehen aber kritisch, dass einige Hersteller sich zu viele Rechte an den Bewegungsdaten sichern.  

Das Verbrauchermagazin Guter Rat hat Fitnesstracker gecheckt – auch hinsichtlich der Nutzungsbedingungen. Sechs Fitnessarmbänder mit Tracking-Funktion und die dazugehörigen Apps haben die Kollegen unter die Lupe genommen und aufmerksam das Kleingedruckte gelesen. Das Problem: Teilweise lassen sich die Bewegungsdaten der Tracker ohne App nicht ablesen – wer bestimmte datenschutzrechtlich kritische Nutzungsbedingungen der App nicht akzeptiert, hat also unter Umständen ein Problem.

Beim Charge 3 von Fitbit müssen User beispielsweise der Übertragung persönlicher Daten in die USA und in andere Staaten zustimmen, wo die Datenschutzrichtlinien anders sind als hierzulande. Fitbit bestätigte gegenüber Guter Rat allerdings, dass "trotzdem der Datenschutz nach europäischem Recht Anwendung finde". Dennoch bleibt ein fader Beigeschmack. Ähnlich wie beim Hersteller Polar, der eine Zustimmung zur Datenübertragung in die USA und nach Finnland einfordert.

Als vorbildlich bewerten die Test-Experten dagegen die Fitnesstracker-Apps und Geräte von Samsung und Garmin. Bei Samsungs Gear Fit2 Pro lassen sich gesammelte Daten mit ein paar Klicks leicht vom Samsung-Server löschen und der Garmin Vivosmart 4 zeigt auch Bewegungsdaten an, wenn die Verbindung zum Garmin-Server abgewählt ist. Selbstverständlich ist das bei Fitnesstrackern offenbar nicht, wie der Test zeigt.

Und wie steht es um die Qualität der Bewegungsdaten? "Mit leichten Unterschieden zeigen alle Apps die gezählten Schritte, die zurückgelegte Strecke und die Länge der aktiv verbrachten Zeit an", so die Kollegen von Guter Rat. Für korrekte Ergebnisse muss der Nutzer aber sein Alter, die Körpergröße und das aktuelle Gewicht angeben. Im Vergleich zum letzten Test vor fünf Jahren habe sich die Messgenauigkeit verbessert. Die Pulsmessung wird jedoch als zu ungenau kritisiert. Zwei der sechs gecheckten Geräte fielen positiv auf.

Die Fitnesstracker-Testsieger

Samsung Gear Fit2 Pro – Note 1,5

Vor allem die Qualität der Messergebnisse sowie die Bedienung von App und Fitnessarmband überzeugten die Tester. Das Samsung-Gerät hat zwar einen stolzen Preis (ab 189 Euro), aber es bietet eine GPS-Funktion für präzises Tracking der zurückgelegten Strecken, ist wasserdicht und das Farbdisplay ist leicht bedienbar.

ANZEIGE
Samsung Gear Fit2 Pro SM-R365 Black (L)
189,99 €
*Datenschutz

Garmin Vivosmart 4 – Note 1,6

Dieser Fitnesstracker von Garmin ist deutlich günstiger (ab 82 Euro), aber ebenfalls zu empfehlen. Auf GPS müssen Sie verzichten, daher sind die Messergebnisse nicht ganz so präzise wie beim Konkurrenten von Samsung. Aber der Akku hält ohne GPS volle drei Tage länger durch (7 Tage) als beim Gear Fit2 (4 Tage Akkulaufzeit). Die Qualität des Akkus war ein wichtiger Faktor für die gute Bewertung, genau wie die simple Bedienung des Geräts.

ANZEIGE
Garmin vívosmart 4 Fitness-Tracker - stilvolles Design, Herzfrequenzmessung am Handgelenk, Schlafanalyse
82,81 €
99,99 €
*Datenschutz

Experten empfehlen übrigens, mindestens 10.000 Schritte am Tag zu gehen, noch besser wären 15.000 Schritte. Um die persönliche Bewegungsbilanz zu ziehen, hilft die Schrittzähler-Funktion der Fitnesstracker.

Quelle: ntv.de