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Mehr Zinsen fürs Ersparte Die besten Anlagebanken

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(Foto: imago/photothek)

Hohe Renditen werfen festverzinsliche Geldanlagen zwar schon lange nicht mehr ab. Doch wer genau hinschaut, findet auch in Zeiten von Mini- und Negativzinsen noch Geldhäuser, die den Namen "Anlagebank" zu Recht für sich beanspruchen, wie eine Untersuchung der FMH-Finanzberatung zeigt.

Nun ist auch noch das letzte Tabu gefallen. Statt Kunden dafür zu belohnen, dass sie ihr Geld zur Bank tragen, verlangen einige Institute inzwischen bereits Gebühren dafür, dass sie für Sparer überhaupt noch ein Tagesgeldkonto führen. Andere Banken werben zwar noch um Neukunden und bieten diesen beim Tagegeld vergleichsweise üppige Zinsen an – nach einigen Monaten sinkt das Niveau aber auch dort auf einen Minizins von 0,01 Prozent und entspricht der traurigen Realität der Bestandskunden.

Der durchschnittliche Mittelwert für eine Tagesgeldanlage liegt bei den Sparkassen und Volksbanken deutschlandweit heute nur noch bei 0,012 Prozent. Für Festgeld mit einer Laufzeit von einem Jahr gibt es im Durchschnitt aller regionalen Banken gerade einmal noch 0,038 Prozent.

Doch müssen sich sicherheitsbewusste Sparer wirklich mit solchen Werten abfinden? n-tv wollte von der FMH-Finanzberatung wissen, ob es nicht doch noch Banken gibt, die Privatkunden echte Zinsen bezahlen und die man guten Gewissens als Anlagebank bezeichnen kann. Um die Antwort auf diese Frage zu finden, haben die Frankfurter Experten aus den vorhandenen Angeboten sowohl fürs Tagesgeld einen Mittelwert gebildet, als auch für Festgeld-Laufzeiten von einem Jahr bzw. von zwei, drei und fünf Jahren.

Die besten Anbieter in Deutschland

Beste Anlagebank im Vergleich der bundesweit tätigen Geldhäuser ist die Renault Bank direkt, die durchweg sehr gute Zinsen anbietet – denn wenn man die null Prozent Verzinsung als Maßstab ansetzt, dann sind 0,35 Prozent beim Tagesgeld schon echte Spitzenwerte.

Auf Platz zwei folgt die Bank 11, die vor allem beim Festgeld punkten kann und damit noch vor der drittplatzierten Ziraat Bank landet. Beim Festgeld für eine mittlere sinnvolle Festlegungszeit von drei Jahren liegt der obere Bereich derzeit bei 1,15 bis ein Prozent.

Zinsangebote in Europa

Wem die deutschen Spitzenangebote nicht lukrativ genug sind, der kann sich zudem an Vermittler wenden, die in ihrem Portfolio auch Angebote aus anderen europäischen Ländern vorhalten. Hier hat Weltsparen klar die Nase vor Zinspilot. Beim Tagesgeld reicht der Zins hier bis zur 0,7 Prozent-Marke. Beim Festgeld für zwei Jahre gibt es bis zu 1,65 Prozent, wer sich drei Jahre bindet, erhält sogar bis zu 1,75 Prozent.

Bedenken sollten Sparer allerdings, dass auch bei der Geldanlage in Europa der Grundsatz gilt: Je geringer die Anlagesicherheit, desto höher der Zinssatz. Wer – mit guten Argumenten - noch an den europäischen Gedanken glaubt, der kann aber auch darauf vertrauen, dass die einzelnen EU-Staaten, sich im Fall einer Bankenpleite solidarisch zeigen und alle Anleger zumindest bis zu einer Höchstsumme von 100.000 Euro entschädigen.

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Im Festgeldvergleich der FMH können Sie selber entscheiden, ob Sie Vermittlerangebote angezeigt bekommen wollen oder nicht.

Quelle: n-tv.de