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Baden-Württemberg 92,1 Prozent: Davide Licht Bürgermeister in Burladingen

Ein Mann wirft seinen Stimmzettel in die Wahlurne. Foto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

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Burladingen (dpa/lsw) - Nach dem Rücktritt von Baden-Württembergs einzigem AfD-Bürgermeister Harry Ebert haben die Burladinger am Sonntag ein neues Stadtoberhaupt gewählt. Das Rennen machte Davide Licht, wie die Stadt am Abend auf ihrer Homepage bekanntgab. Der 31-Jährige erreichte nach dem vorläufigen Endergebnis 92,1 Prozent der Stimmen. Licht ist Hauptamtlicher Ortsvorsteher in Calw. Kein weiterer Bewerber erreichte in Burladingen mehr als drei Prozent bei der Wahl. Die Wahlbeteiligung lag bei 50,6 Prozent.

Harry Ebert schied auf eigenen Wunsch zum 1. Juni aus dem Amt in dem 12 000-Einwohner-Städtchen auf der Schwäbischen Alb im Zollernalbkreis. Eine ursprünglich für Mai geplante Neuwahl eines Stadtoberhaupts war wegen der Corona-Krise verschoben worden.

Ebert war seit 1999 Bürgermeister von Burladingen. 2018 wurde sein Eintritt in die AfD bekannt. Schon davor hatte ein Zank zwischen dem Schultes und dem Gemeinderat begonnen. Ebert bezeichnete einen Besuch des Gremiums in einer Flüchtlingsunterkunft als "Asylantenschau" und die Gemeinderäte als "Landeier". Nach einem Disziplinarverfahren sprach das Landratsamt des Zollernalbkreises einen Verweis gegen ihn aus. Danach war das Verhältnis zwischen Rathauschef und Gemeinderäten recht eisig. In Burladingen ist der Firmensitz des Textilunternehmens Trigema mit seiner Kultwerbefigur, dem Affen mit Brille und Hemd.

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