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Baden-Württemberg Angeklagter bittet wegen Kampfhundeattacke um Entschuldigung

Paragrafen-Symbole sind an Türgriffen angebracht. Foto: dpa

(Foto: dpa)

Der Fall hatte die Debatte um das Halten von Kampfhunden wieder belebt: Zwei junge Männer nutzen zwei aggressive Tiere fast wie eine Waffe und lassen sie auf einen Teenager los. Ihr Opfer wird übel zugerichtet. Jetzt beschäftigt sich ein Gericht mit der Attacke.

Heidelberg/Leimen (dpa/lsw) - Im Heidelberger Kampfhundeprozess hat der Hauptangeklagte für die lebensgefährliche Attacke zweier American Staffordshire Terrier auf einen 15-Jährigen um Entschuldigung gebeten. Er sei leichtsinnig, unerfahren und überfordert im Umgang mit den jungen Hunden gewesen, sagte der 17-Jährige am Dienstag vor dem Landgericht Heidelberg.

Die Anklage wirft dem 17-Jährigen und seinem 22-Jährigen Begleiter schwere Körperverletzung vor. Ein weiterer 22-jähriger Angeklagter steht vor Gericht, weil er seinem jüngeren Bruder die beiden Tiere überlassen haben soll. Nur Erwachsene dürfen jeweils einen Kampfhund führen, der gesichert sein muss, wenn er noch keine Wesensprüfung bestanden hat. Die Hunde hatten keinen Maulkorb und waren nicht angeleint, als sie am Pfingstmontag über den Teenager herfielen.

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