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Baden-Württemberg Autobahn GmbH: Lärm nach Sanierung gerninger

Blick auf ein Autobahnschild. Foto: Friso Gentsch/dpa/Symbolbild

(Foto: Friso Gentsch/dpa/Symbolbild)

Schriesheim (dpa/lsw) - Im Streit um Lärm nach der Sanierung der Autobahn 5 bei Schriesheim (Rhein-Neckar-Kreis) hat die Autobahn GmbH nach eigenen Angaben keine unzumutbaren Messwerte festgestellt. Die neue Deckschicht sei sogar etwas leiser als beim Bau prognostiziert, gab die Autobahn GmbH am Montag in Schriesheim bekannt. Eine Bürgerinitiative hatte allerdings nach der neuen Betonauflage deutlich stärkere Lärmbelästigung als zuvor wahrgenommen.

"Wenn wir auf der Terrasse sind, haben wir das Gefühl, wir sitzen auf einer Autobahnraststätte", sagte Winfried Plesch, der Gründer der Initiative "Wir" mit 38 Haushalten mit 97 Einwohnern in Schriesheim. Gemeinsam mit einer autobahnnahen Siedlung auf der Ladenburger Seite der Autobahn seien mehrere Hundert Haushalte betroffen.

Nach Angaben der GmbH zeigte die Detailanalyse der Reifen-Fahrbahn-Geräusche auf dem gut drei Kilometer langen Straßenstück habe keine Auffälligkeiten. Im Zuge der Überprüfung wurde dem Unternehmen zufolge auch der Lärm an der nahen Wohnbebauung berechnet. In einigen Fällen werden die Auslösewerte der Lärmsanierung erreicht – dies war jedoch schon vor der Sanierung der Fahrbahn der Fall, wie das Unternehmen weiter erklärte. Ob Anspruch auf Lärmsanierung bestehe, sei im Einzelfall zu bewerten.

Plesch von der Bürgerinitiative verwies auf die Gleitbetonwände, die im Zuge der Sanierung installiert worden waren, um zu verhindern, dass bei schweren Unfällen Fahrzeuge die Mittelleitplanken durchbrechen. Dies in Kombination mit bestimmten Windrichtungen könne Ursache der wahrgenommenen gestiegenen Belästigung sein. Um der Sache weiter auf den Grund zu gehen, müsse der vom angrenzenden Autobahnabschnitt ausgehende Lärm gemessen werden, um vorher und nachher vergleichen zu können.

Die GmbH hatte aber bereits Messdaten des alten Asphaltbelags im Prüfbericht ausgewertet. Demnach hat dieser deutlich schlechtere Emissionseigenschaften als die neue Waschbetondecke. Der örtliche SPD-Landtagsabgeordnete Sebastian Cuny, dem nach eigenen Worten etliche Beschwerden vorgetragen wurden, forderte weitere Anstrengungen zum Schutz der Bürger.

© dpa-infocom, dpa:210726-99-542695/2

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