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Baden-Württemberg Bardusch verliert Umsatz, aber große Hygiene-Nachfrage

Die Zentrale der Firma Bardusch GmbH & Co. KG in Ettlingen. Foto: picture alliance / dpa/Archivbild

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Ettlingen (dpa/lsw) - Der Textil-Dienstleister Bardusch hat im Corona-Jahr 2020 von wachsender Bedeutung der Hygiene profitiert und so Verluste in den Bereichen Gastronomie und Hotellerie abfedern können. Beim Umsatz büßte das Familienunternehmen aus Ettlingen (Landkreis Karlsruhe) nach Angaben vom Mittwoch 4,7 Prozent ein und erzielte 314 Millionen Euro. Ein Jahresergebnis nennt Bardusch nicht.

Mit Blick auf die Pandemie wagte Geschäftsführer Oliver Kuck auch keinen Ausblick: "Mit Prognosen halten wir uns aktuell zurück." Die Sensibilität für Hygiene und Sicherheit habe sich mit Corona aber wohl nachhaltig verändert. Im Gastrobereich rechnet Kuck erst in den Jahren 2022/23 mit einer Auslastung wie vor der Pandemie. Aber in der Hotellerie dürfte das alte Niveau nach seiner Einschätzung wegen ausbleibender Geschäftsreisen nicht mehr erreicht werden.

Geholfen hat Bardusch laut Kuck die Einstufung als systemrelevant und die Arbeit im sogenannten Reinraum, die Partikelfreiheit garantieren soll. Das sei vor allem in der Pharma- und Biotech-Branche gefragt. Gerade im Pharmabereich habe es etwa in Spanien Zuwächse gegeben. Die rund 3500 Mitarbeiter der Gruppe an mehr als 40 Standorten in Europa bearbeiten den Angaben nach jeden Tag rund 420 Tonnen Wäsche.

Das 1871 als kleine Wäscherei gegründete Unternehmen will anlässlich des 150. Geburtstags dieses Jahr 150 soziale oder ökologische Projekte umsetzen, die Mitarbeiter vorgeschlagen haben. So wollten beispielsweise Beschäftigte in Polen 150 Liter Blut spenden und 150 Bäume pflanzen.

© dpa-infocom, dpa:210505-99-477340/3

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