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Baden-Württemberg Flughafen: Kommission empfiehlt Test neuer Abflugroute

Auf dem Flughafen Stuttgart landet eine Maschine von Lufthansa.

(Foto: Bernd Weißbrod/dpa/Bildarchiv)

Stuttgart (dpa/lsw) - Im Streit um eine neue Abflugroute am Stuttgarter Flughafen empfiehlt die Fluglärmkommission, die neue Variante ein Jahr lang zu testen. Der Beschluss dazu sei mit knapper Mehrheit gefallen, sagte der Vorsitzende der Kommission und Oberbürgermeister von Ostfildern, Christof Bolay, am Dienstag. Für die Genehmigung des Probebetriebs seien nun die Deutsche Flugsicherung, das Bundesaufsichtsamt für Flugsicherung und das Bundesverkehrsministerium zuständig. Bei grünem Licht könne der Testbetrieb im ersten Quartal 2023 starten, sagte Bolay. Zunächst hatten mehrere Medien über den Beschluss berichtet.

Laut Bolay soll beim Testbetrieb mit höchstens zwei Starts pro Stunde gemessen werden, wie groß Lärmbelastung, CO2-Ausstoß und Kerosinverbrauch auf der neuen Abflugroute sind. Danach werde die Kommission entscheiden, ob sie die neue Route dauerhaft für Abflüge vom Stuttgarter Flughafen empfehle. Ein Gutachten war im März zu dem Ergebnis gekommen, dass die neue Route nur geringe Auswirkungen auf den Fluglärm für Anwohner habe. Einige Kommunen wären etwas weniger von Lärm belastet, andere mehr.

Die Fluggesellschaften Lufthansa und Eurowings hatten die neue Abflugroute in Richtung Süden vorgeschlagen. Einige Bürgerinitiativen wollen die Änderung verhindern. Die Bürgerinitiativen "Vereint gegen Fluglärm" kritisierten den Beschluss vom Montag als "Einführung der neuen Route durch die Hintertür". Kommissionschef Bolay sprach dagegen von einem "Brückenschlag zu den Kritikern".

Quelle: dpa

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