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Baden-Württemberg KI-Forscher lockt das Ausland: Tübingen will Zentrum werden

Illustration einer virtuellen Tastatur. Foto: Sebastian Gollnow/dpa/Symbolbild

(Foto: Sebastian Gollnow/dpa/Symbolbild)

Tübingen (dpa/lsw) - In der Forschung zu künstlicher Intelligenz (KI) droht Deutschland nach Einschätzung eines Experten derzeit noch die Abwanderung von Spitzenwissenschaftlern - auch "Brain Drain" genannt. Deutschland zähle in diesem Bereich noch nicht zur Weltspitze, sagte Jan Kercher vom Deutschen Akademischen Austauschdienst. Vor allem die USA seien als Forschungsstandort derzeit deutlich attraktiver.

Kercher zufolge handelt es sich dabei aber um Vermutungen, harte Daten liegen dazu nicht vor. Ein generelles "Brain Drain"-Problem habe Deutschland aber nicht. Vielmehr profitiere die Bundesrepublik von der Wissenschaftlermobilität. Deutsche Forscher, die innerhalb ihrer Karriere auch ins Ausland gehen, zeichneten sich Studien zufolge durch eine im internationalen Vergleich überdurchschnittlich hohe Rückkehrwahrscheinlichkeit aus.

Im Südwesten will der Forschungsverbund "Cyber Valley" ein weltweit bedeutendes Zentrum für KI-Forschung etablieren. Mitglieder sind beispielsweise das Land Baden-Württemberg, die Universitäten Tübingen und Stuttgart, die Max-Planck-Gesellschaft und Unternehmen wie Bosch und Amazon. Im "Cyber Valley" in Tübingen forschen international renommierte und ausgezeichnete Wissenschaftler wie der deutsche KI-Experte Bernhard Schölkopf und der US-Amerikaner Michael Black.

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