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Baden-Württemberg Kein Verteilzentrum von Amazon in Schwäbisch Gmünd

Das Logo von Amazon an einem Amazon-Logistikzentrum. Foto: Ina Fassbender/dpa/Archivbild

(Foto: Ina Fassbender/dpa/Archivbild)

Schwäbisch Gmünd (dpa/lsw) - Ein Verteilzentrum des Internethändlers Amazon wird wegen mangelnder Zustimmung nicht nach Schwäbisch Gmünd kommen. Im Verwaltungsausschuss der Kommune gab es keine Mehrheit dafür, dass die Stadtverwaltung Planungen zu einem möglichen Zentrum vorantreibt, wie ein Sprecher am Donnerstag mitteilte. Acht Räte stimmten für und acht gegen die Idee. Es waren bis zu 100 neue Arbeitsplätze im Gespräch. Das Unternehmen hatte Interesse an einem bis zu 30 000 Quadratmeter großen Grundstück mit Anbindung an die Bundesstraße 29. Die Kritiker bemängelten nach Angaben des Sprechers, dass es sich um zu viel Fläche für zu wenige Arbeitsplätze handele. Zunächst hatte der SWR berichtet.

In Meßkirch (Kreis Sigmaringen) ist Amazon Willkommen. Meßkirchs Bürgermeister Arne Zwick begrüßte nach Angaben einer Sprecherin die bereits im November erfolgte Standortwahl des Konzerns. Es sei "ein Glücksfall, eine so namhafte Ansiedlung mit so vielen Arbeitsplätzen am Standort realisieren zu können", wurde Zwick vom "Südkurier" zitiert. Mit dem Bau des neuen Verteilzentrums, das auf einem Grundstück mit einer Fläche von 82 000 Quadratmetern gebaut werden soll, soll im Jahr 2020 begonnen werden, wie eine Amazon-Deutschland-Sprecherin dem Bericht zufolge ankündigte. Cirka 200 Arbeitsplätze sollen demnach entstehen.

Amazon steht seit Jahren wegen seiner Arbeitsbedingungen in der Kritik und verfügt in Baden-Württemberg bereits über mehrere Standorte, etwa in Pforzheim und Mannheim.

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