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Baden-Württemberg Kein neuer VfB-Vertrag für Gonzalo Castro

Gonzalo Castro gibt ein Interview. Foto: Matthias Balk/dpa/Archivbild

(Foto: Matthias Balk/dpa/Archivbild)

Gonzalo Castro wird den VfB Stuttgart im Sommer verlassen. Der Kapitän erhält keinen neuen Vertrag, stattdessen verpflichten die Schwaben das nächste Top-Talent.

Stuttgart (dpa/lsw) - Der VfB Stuttgart treibt seine Verjüngungskur voran und trennt sich im Sommer von Kapitän Gonzalo Castro. Der am 30. Juni auslaufende Vertrag des 33 Jahre alten Mittelfeldroutiniers wird nicht verlängert, wie der Fußball-Bundesligist am Mittwoch mitteilte. Trotz der gescheiterten Verhandlungen mit dem VfB wird Castro seine Karriere aber wohl nicht beenden.

"Vor dem Hintergrund wirtschaftlich sehr schwieriger Rahmenbedingungen durch die Corona-Pandemie haben wir uns entschieden, Gonzo kein Angebot für eine Vertragsverlängerung zu unterbreiten und stattdessen auf die Entwicklungspotenziale unserer Toptalente zu vertrauen", sagte Sportdirektor Sven Mislintat. Passend dazu hatte der VfB nur wenige Minuten zuvor die Verpflichtung des 17 Jahre alten türkischen Mittelfeldtalents Ömer Faruk Beyaz von Fenerbahçe Istanbul bekanntgegeben.

Beyaz statt Castro: Die ohnehin schon jüngste Bundesliga-Mannschaft wird damit in der kommenden Spielzeit noch jünger. Trotz des großen Vertrauens in die zahlreichen Talente hatte Mislintat zuletzt mit Castro die Fortsetzung der Zusammenarbeit ausgelotet. Der Top-Verdiener hätte dazu auf weite Teile seines aktuellen Gehalts verzichten müssen. Erst am Sonntag hatte Mislintat die Gespräche als zäh beschrieben. Nun wurden sie mit der beschlossenen Trennung beendet.

"Unsere Entscheidung ändert absolut nichts an unserer Wertschätzung für Gonzo, im Gegenteil, wir bedauern es sogar, sie so zu treffen", sagte der 48-Jährige. Vorstandschef Thomas Hitzlsperger lobte den "großen Beitrag" des Ex-Nationalspielers zur positiven sportlichen Entwicklung in dieser Saison. "Als Kapitän hat er in der laufenden Spielzeit nicht nur sportlich geglänzt, sondern auch mitgeholfen, vielen jungen Spielern die Anforderungen des Profifußballs zu vermitteln", sagte Hitzlsperger.

Castro war im Sommer 2018 von Borussia Dortmund zu den Schwaben gewechselt. Nach dem Abstieg ein Jahr später kehrte der Mittelfeldspieler im Sommer 2020 mit dem VfB zurück in die Bundesliga. "Es war eine intensive Zeit beim VfB mit Höhen und Tiefen", sagte der ehemalige Nationalspieler. In den vergangenen Monaten hatte der Routinier immer wieder betont, seine Karriere nach dem Sommer 2021 gerne fortsetzen zu wollen. Wo es ihn nun hinzieht, ist noch unklar. "Die letzten Saisonspiele möchte ich mit dem VfB so erfolgreich wie möglich bestreiten", sagte Castro.

Zumindest langfristig könnte Beyaz ihn im Mittelfeld des VfB ersetzen. Der türkische U21-Nationalspieler hat bereits erste Einsätze im Profiteam von Fenerbahçe gesammelt und erhält in Stuttgart einen Vertrag bis zum 30. Juni 2025. "Ömer ist ein außergewöhnliches Talent und zählt in seinem Jahrgang zu den begehrtesten Spielern in ganz Europa", sagte Mislintat. Beyaz entschied sich auch deshalb für den VfB, weil hier "bekanntermaßen auf junge Spieler gesetzt wird", wie er sagte. Und zumindest ab Sommer nicht mehr auf Gonzalo Castro.

© dpa-infocom, dpa:210414-99-199251/3

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