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Baden-Württemberg Klimaschutz-Verbände nehmen nächste Regierung in die Pflicht

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Stuttgart (dpa/lsw) - Die kommende Landesregierung muss nach Ansicht der beiden führenden Umweltverbände in Baden-Württemberg das zuletzt beschlossene Klimaschutzgesetz korrigieren. Es müssten mehr Treibhausgas-Emissionen eingespart werden als bislang geplant, fordern der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) und der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) in einem am Montag veröffentlichten gemeinsamen Papier mit den Kernforderungen an das neue Kabinett.

Beiden Verbänden reicht die beschlossene Senkung der Emissionen in Baden-Württemberg bis 2030 um 42 Prozent im Vergleich zum Jahr 1990 nicht aus. "Bis 2030 sind die CO2-Emissionen um 90 Prozent zu reduzieren, bis 2035 muss Baden-Württemberg klimaneutral sein", forderte die BUND-Landesvorsitzende Sylvia Pilarsky-Grosch in Stuttgart.

Beide Verbände verlangen von der künftigen Regierung zudem, die Wind- und Solarenergie schneller auszubauen, Sonnenenergie besser zu nutzen und gegen das Aussterben bedrohter Arten wie dem Feldhamster vorzugehen. "Trotz einiger Erfolge für Natur und Umwelt unter der grün-schwarzen Landesregierung, muss sich die Landespolitik noch stärker anstrengen als bisher", schrieben Pilarsky-Grosch und der NABU-Landesvorsitzender Johannes Enssle.

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