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Baden-Württemberg Land ergänzt Corona-Überbrückungshilfe um fiktiven Lohn

Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU) sitzt im Landtag. Foto: Tom Weller/dpa/Archivbild

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Stuttgart (dpa/lsw) - Das Land wird die Corona-Überbrückungshilfe des Bundes ausweiten. "Wir ergänzen die Überbrückungshilfe in Baden-Württemberg mit dem fiktiven Unternehmerlohn und schließen damit eine wichtige Förderlücke mit Blick auf Soloselbstständige und kleine Unternehmen, die besonders mit der Krise zu kämpfen haben", sagte Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU).

Das milliardenschwere Bundesprogramm startet am Mittwoch mit der Möglichkeit für Steuerberater und Wirtschaftsprüfer, sich online zu registrieren. In einem nächsten Schritt können sie die Anträge ihrer Mandaten einreichen. Die Auszahlungen an die Unternehmen könnten bereits im Juli erfolgen, teilten die federführenden Bundesministerien mit.

Allerdings schließt die Bundeshilfe explizit einen Unternehmerlohn bei den förderfähigen Kosten aus. Wie schon bei der Soforthilfe Corona werde das Land deshalb auf Antrag einen fiktiven Unternehmerlohn in Höhe von bis zu 1180 Euro pro Monat auszahlen, sagte Hoffmeister-Kraut. "Damit unterstützen wir vor allem die große Zahl der Soloselbstständigen, die nur geringe Fixkosten haben und sichern deren Existenz."

Beim baden-württembergischen Handwerkstag ist man für die Hilfe dankbar. Bereits die erste Corona-Soforthilfe hätten im Südwesten rund 65 000 Betriebe in Anspruch genommen, teilte die Organisation mit. Es sei wichtig, dass weiter geholfen werde. "Viele Handwerksbetriebe arbeiten wieder im Normalbetrieb. Trotzdem führt das Ausmaß der wirtschaftlichen Folgen der Pandemie dazu, dass die laufenden Einnahmen vieler Betriebe weiterhin unter den laufenden Kosten liegen", erklärte Landeshandwerkspräsident Rainer Reichhold.

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