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Baden-Württemberg Land hilft Burgfestspielen Jagsthausen finanziell aus

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Jagsthausen (dpa/lsw) - Das Land gewährt den angeschlagenen Burgfestspielen Jagsthausen in der Corona-Krise finanzielle Hilfen. Das Festival im Kreis Heilbronn erhält bis zu 622 000 Euro aus dem Corona-Nothilfefonds der Landesregierung für Kunst- und Kultureinrichtungen, wie das Kunstministerium am Freitag in Stuttgart mitteilte. Die Mittel sollten den Fortbestand sichern, nachdem die Festspiele wegen der Pandemie in eine existenzielle wirtschaftliche Notlage geraten seien.

Die Festspiele in der Götzenburg, dem Wahrzeichen der Gemeinde Jagsthausen, seien "ein wichtiger Teil der Theaterfestspiellandschaft in Baden-Württemberg und etablierter Anziehungspunkt", sagte Kunststaatssekretärin Petra Olschowski (Grüne). Als eine der traditionsreichsten Freilichtbühnen Deutschlands belebten sie das Kulturleben im Städtedreieck Stuttgart, Mannheim und Würzburg. Das Corona-Hilfsprogramm für Kunst und Kultur umfasst Förderungen im Umfang von 32,5 Millionen Euro.

Wegen der Corona-Pandemie hatten die Veranstalter die Festspiele im vergangenen Jahr absagen müssen. Eine Entscheidung für den kommenden Sommer ist nach Angaben der Festspielleitung noch nicht gefallen. Die Förderung sichere das Überleben der Burgfestspiele maßgeblich, sagte Geschäftsführer Roland Halter der dpa. "So können wir das Jahr 2021 überbrücken und zuversichtlich in die Zukunft schauen. Das ist ohne diese Unterstützung nicht möglich."

Die Götzenburg war der Stammsitz des Götz von Berlichingen und somit ein Schauplatz der Weltliteratur. Seit dem Jahr 1949 wird dort das Traditionsstück "Götz von Berlichingen " von Johann Wolfgang von Goethe neben anderen Werken aufgeführt.

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