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Baden-Württemberg Landessynode entscheidet über Geld für Kirchengemeinden

Eine Pfarr-Person hält eine Bibel in den Händen. Foto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

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Stuttgart (dpa/lsw) - Trotz sinkender Mitgliederzahlen erhalten die beiden großen Kirchen in Deutschland derzeit so viel Kirchensteuer wie nie zuvor - Geld, das die Evangelische Landeskirche in Württemberg zumindest zum Teil an ihre Kirchengemeinden weiterreichen will. Die sogenannten Verteilbeträge an die 1250 Gemeinden könnten um drei Prozent aufgestockt werden. Denn für das kommende Haushaltsjahr sei die Landeskirche wirtschaftlich gut aufgestellt, sagte Finanzdezernent Oberkirchenrat Martin Kastrup am Montag vor Beginn der 15. Landessynode in Stuttgart. Die Kirchensteuer werde im laufenden Jahr "überraschend ein nochmal besseres Ergebnis von 790 Millionen Euro" (2018: 767 Millionen Euro) erreichen.

Während der Finanzausschuss eine stärkere Anhebung der Zuweisung um vier Prozent rechtfertigt, plädiert der Oberkirchenrat für drei Prozent. Die drei Prozent entsprächen etwa 6,5 Millionen Euro für die Kirchengemeinden. Die Synode will am Freitagvormittag entscheiden.

Die Landessynode ist die gesetzgebende Versammlung der Kirchenleitung. Sie kommt in der Regel dreimal pro Jahr zur Sitzung zusammen. Auf der Tagesordnung stehen in diesem Jahr unter anderem der Beschluss über den landeskirchlichen Haushalt für das Jahr 2020 sowie Beratungen über die strategische Planung der Landeskirche. Es ist die letzte Sitzung der amtierenden Landessynode. Die neue Versammlung wird am 1. Dezember 2019 gewählt - zeitgleich mit den Kirchengemeinderäten.

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