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Baden-Württemberg Luft wird sauberer: Einziger Hotspot ist Ludwigsburg

Häuser sind im Stuttgarter Talkessel hinter Rauch aus einem Schornstein zu sehen.

(Foto: Marijan Murat/mut/dpa/Archivbild)

Stuttgart (dpa/lsw) - Die Luftbelastung mit Stickstoff und Feinstaub in baden-württembergischen Städten ist im vergangenen Jahr gesunken. Nach einer vorläufigen Auswertung der Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg ist die Luftqualität in allen größeren Städten deutlich besser geworden. Die Präsidentin der Landesanstalt, Eva Bell, erklärte am Mittwoch, nicht nur in Stuttgart sei die Luft sauberer geworden. "An den bisher hochbelasteten Bereichen in Freiburg, Reutlingen, Mannheim und Heilbronn sind die Konzentrationen von Stickstoffdioxid im vergangenen Jahr weiter zurückgegangen und liegen nun deutlich unter dem Grenzwert."

Einziger Hotspot im Land, an dem der Grenzwert für Stickstoff von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter überschritten wird, bleibt die Schlossstraße in Ludwigsburg. Dort ist die Luft um vier Mikrogramm Stickstoffoxid stärker belastet als erlaubt. Noch im Jahr 2020 wurde der Grenzwert auch an der Stuttgarter Talstraße und der Pragstraße überschritten. 2021 lagen die Werte nun auch dort mit 39 und 38 Mikrogramm unter diesem Wert.

Der Erfolg ist nach Einschätzung von Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) auf zahlreiche Maßnahmen zur Luftreinhaltung zurückzuführen. "Insbesondere die partiellen Verkehrsverbote für ältere Dieselfahrzeuge ohne moderne, funktionierende Abgasreinigung, haben die Erneuerung der Fahrzeugflotte vorangetrieben", teilte der Grünen-Politiker mit.

Auch die Feinstaubbelastung der Luft sei 2021 weiter zurückgegangen. Die Grenzwerte von durchschnittlich 50 Mikrogramm pro Kubikmeter und Tag würden landesweit schon seit 2018 eingehalten. An höchstens 35 Tagen dürfen die Werte überschritten werden. Weil die Höchstwerte und die Zahl der Überschreitungstage auch in Stuttgart deutlich gesunken seien, soll laut Verkehrsministerium ab Mitte April das Verbot von Kaminfeuer in Stuttgart ausgesetzt werden.

Quelle: dpa

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