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Baden-Württemberg Minister Hermann sieht Chancen für Lokführer-Pool

Winfried Hermann bei einem Termin. Foto: Tom Weller/dpa/Archiv

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Stuttgart (dpa/lsw) - Trotz der Anlaufschwierigkeiten in der Ausschreibung gibt Landesverkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) die Hoffnung auf eine Lokführer-Einsatztruppe nicht auf. "Wir sind nach wie vor wirklich sehr interessiert, dass so ein Pool zustande kommt", sagte Hermann am Montag in Stuttgart. "Und ich halte dies auch für sehr wahrscheinlich."

Mit der Standby-Lösung will das Land dabei helfen, die Lücken bei der Bahn zu stopfen. Der Zeitplan ist allerdings ins Stocken gekommen, weil die Angebote von der Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg für nicht wirtschaftlich tragfähig befunden worden waren.

Das Land will mit den Lokführer-Bereitschaftstruppen personelle Engpässe auffangen und die Zahl plötzlicher Zugausfälle reduzieren. Bislang war geplant, die Einsatztruppe von März 2020 an anzubieten. Das Prinzip: Kalkuliert ein Verkehrsunternehmen zu knapp, soll es Personal der Bereitschaft ausleihen können. "Aber wir spenden das nicht, sondern es wird für die Betreiber empfindlich teuer", sagte Hermann. So soll verhindert werden, dass Unternehmen im Vertrauen auf den Pool beim eigenen Personal sparen.

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