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Baden-Württemberg Oberbürgermeister wehrt sich gegen Kritik: "Bin zufrieden"

Fritz Kuhn (Grüne), scheidender Oberbürgermeister von Stuttgart. Foto: Sebastian Gollnow/dpa

(Foto: Sebastian Gollnow/dpa)

Nach acht Jahren verlässt Stuttgarts Oberbürgermeister Fritz Kuhn seinen Posten. Eine zweite Amtszeit? Kein Interesse. Nun zieht der Grüne Bilanz. Zumindest in Stuttgart fällt die bei seinen einstigen Wählern nicht unkritisch aus.

Stuttgart (dpa/lsw) - In den letzten Tagen seiner Amtszeit hat sich Stuttgarts Oberbürgermeister Fritz Kuhn gegen Kritik an seiner Arbeit gewehrt. "Ich lege meine Bilanz selbstbewusst vor und bin auch zufrieden damit", sagte der Grünen-Politiker am Donnerstag. "Ich finde, dass die acht Jahre gute acht Jahre waren und bin mit mir im Reinen."

Bei den Problemen mit dem Feinstaub, im öffentlichen Nahverkehr und auch in der Wohnungspolitik sowie in der Kultur sei viel erreicht worden, andere absehbare Verbesserungen habe er vorbereitet. "Da ist vieles geändert worden, was in den nächsten Jahren geerntet wird", sagte Kuhn. Er sei sich aber bewusst, dass er auch getan habe, was habe getan werden müssen, "ohne nach Beliebtheitswerten zu schauen".

Der 65-Jährige war erst der vierte Rathauschef seit dem Kriegsende in der Landeshauptstadt. Er hatte zu Jahresbeginn mitgeteilt, dass er nicht erneut zur Wahl antreten wolle und damit sogar seine eigene Partei überrascht. In seiner Amtszeit war Stuttgart 21 ein Dauerthema. Auch Probleme mit dem Wohnungsbau, der Luftreinhaltung und der Mobilität traten in den vergangenen Jahren offen zutage.

"Stuttgart hat in den letzten acht Jahren den Kurs hin zu einer nachhaltigen und zukunftsfähigen Stadt eingeschlagen", sagte Kuhn weiter. "Im Bereich von Mobilität, Energie und Klimaschutz sind die Züge auf das richtige Gleis gestellt worden und fahren auch schon ab." Diese Entwicklung sei unumkehrbar. Stuttgart habe sich nachhaltig verändert.

Seine Nachfolge tritt am 7. Januar der CDU-Politiker Frank Nopper an, bislang noch Stadtoberhaupt im nahe gelegenen Backnang. Er hatte sich am vergangenen Sonntag mit 42,3 Prozent der abgegebenen Stimmen gegen seinen schärfsten Konkurrenten, den unabhängigen Kandidaten Marian Schreier, durchgesetzt.

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