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Baden-Württemberg Online-Kampagne soll für Brauhandwerk im Südwesten werben

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Geschlossene Restaurants, Kneipen und Bars, keine Events und kein Sport: Die Corona-Auswirkungen machen den Brauereien aktuell schwer zu schaffen. Eine neue Kampagne zielt daher schon auf die Zeit nach der Pandemie.

Stuttgart (dpa/lsw) - Mit einer gemeinsamen Online-Kampagne wollen Brauerbund und Tourismus-Werber in Baden-Württemberg das Brauerhandwerk stärker vermarkten und um Besucher und Touristen werben - sobald das wieder möglich ist, wohlgemerkt.

Die Aktion unter dem Schlagwort "#bierbrauenbw" war eigentlich schon im vergangenen Jahr anlässlich der Aufnahme des Brauerhandwerks in das immaterielle Kulturerbe der Unesco geplant. Allerdings machte Corona den Initiatoren dann einen Strich durch die Rechnung, wie ein Sprecher sagte. In der Hoffnung, dass nun allmählich die Impfungen Wirkung zeigten und so etwas wie Brauereibesichtigungen damit mittelfristig wieder möglich würden, ziehe man die Kampagne jetzt aber durch. Offizieller Start ist am Tag des Deutschen Bieres an diesem Freitag.

208 Braustätten und mehr als 1500 verschiedene Biere gibt es laut Brauerbund in Baden-Württemberg, nur in Bayern sind es mehr. Gut 25 Brauereien und andere Ziele beteiligen sich an der Kampagne.

Die Folgen der Corona-Pandemie - geschlossene Restaurants, Kneipen und Bars, keine Events und kein Sport - lassen den Bierkonsum deutlich sinken und machen den Brauereien schwer zu schaffen. Rund 450 000 Hektoliter Bier wurden laut Statistik in den ersten beiden Monaten des laufenden Jahres in Baden-Württemberg verkauft. Das ist ein Drittel weniger als im Vorjahreszeitraum. Die Zahlen beziehen sich auf den steuerpflichtigen Absatz, alkoholfreies Bier ist darin also zum Beispiel nicht enthalten.

Im vergangenen Jahr waren es laut Brauerbund jeden Monat im Schnitt 331 000 Hektoliter, gut 30 000 weniger als im Jahr davor. Ähnlich niedrig, wenn auch nicht ganz so niedrig, war die Zahl zuletzt 2017. Damals hatten den Angaben zufolge ein wettermäßig schwacher und zudem fußballfreier Sommer den Absatz gedrückt.

© dpa-infocom, dpa:210422-99-312276/3

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