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Baden-Württemberg Polizei durchsucht zum zweiten Mal Tübinger Hanfladen

Eine Cannabis-Pflanze blüht. Foto: Gareth Fuller/PA Wire/dpa/Symbolbild

(Foto: Gareth Fuller/PA Wire/dpa/Symbolbild)

Einmal Drogenhändler, immer Drogenhändler? Trifft nicht in jedem Fall zu. Aber drei Männer in Tübingen konnten es nicht lassen. Schon zum zweiten Mal in diesem Jahr wurden sie von der Polizei besucht.

Tübingen (dpa/lsw) - Unbeeindruckt von einer Razzia im März in ihrem Hanfladen haben die drei Betreiber des Shops in Tübingen ihren Drogenhandel fortgesetzt. Die Polizei durchsuchte am Dienstag das Objekt ein weiteres Mal und wurde fündig, wie ein Sprecher am Mittwoch mitteilte.

Im Laden, bei den Beschuldigten und in einer Lagerhalle in Metzingen, die als Zentrallager fungierte und in der sich ein professionelles Labor zur Herstellung der drogenhaltigen Produkte befand, wurden über 4,5 Kilogramm Marihuana, mehrere Liter CBD-Öle sowie über 30 Gramm Haschisch gefunden. Gegen zwei 28 Jahre und 29 Jahre alte Männer wurde am Mittwoch zwar Haftbefehl erlassen, aber gegen Auflagen außer Vollzug gesetzt. Bis sie sich gerichtlich verantworten müssen, sind sie sowie der dritte 28 Jahre alte Verdächtige auf freiem Fuß.

Bei der Razzia im März waren unter anderem etwa 16 Kilogramm Marihuanablüten, eine außer Betrieb befindliche Indoor-Aufzuchtanlage, zwei Laboreinrichtungen, mehrere Tausend Versandgläser und über 16 000 Euro Bargeld beschlagnahmt worden.

Das Betäubungsmittelgesetz erlaubt den gewerblichen Umgang mit CBD-Produkten nur dann, wenn ein Missbrauch zu Rauschzwecken ausgeschlossen ist. Die Polizei geht im Tübinger Fall davon aus, dass die gefundenen Teemischungen mit Marihuanablüten, marihuanahaltige Backzutaten und Öle zu Rauschzwecken bestimmt waren. Die Abkürzung CBD steht für Cannabidiol.

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