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Baden-Württemberg RKI: Vierjähriges Mädchen mit Affenpocken infiziert

Eine mikroskopische Aufnahme des Affenpockenvirus (grün) auf der Oberfläche von infizierten VERO E6-Zellen (blau).

(Foto: Niaid/Planet Pix via ZUMA Press )

Eigentlich sind hauptsächlich männliche Erwachsene von Infektionen mit Affenpocken betroffen. Doch im Südwesten ist jetzt der erste Fall eines Kindes bekannt geworden.

Berlin/Stuttgart (dpa/lsw) - Erstmals in Deutschland hat sich laut Robert Koch-Institut (RKI) ein Kind mit Affenpocken infiziert. Die Vierjährige lebe in einem Haushalt mit zwei erwachsenen Infizierten in Pforzheim. Zuvor hatten Medien berichtet. Erst vergangene Woche waren dem RKI die ersten Ansteckungen bei Jugendlichen im Alter von 15 und 17 Jahren bekannt geworden.

Nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Baden-Württemberg hat das Mädchen keine Krankheitssymptome. Das Kind sei nach Bekanntwerden eines Falls im Haushalt vorsorglich ärztlich untersucht worden. Bei einem Rachenabstrich seien dann Affenpocken diagnostiziert worden. Es gebe keine weiteren engen Kontaktpersonen außerhalb des Haushalts.

Bei leicht verlaufenden Erkrankungen halten sich die Betroffenen in häuslicher Isolation auf. Diese dauert bis Schorf und Krusten abgeheilt sind, jedoch mindestens 21 Tage.

Dem Landesgesundheitsamt wurden mit Stand 8. August, 16 Uhr, bislang insgesamt 127 Affenpockenfälle in Baden-Württemberg übermittelt. Bei den Infizierten handelt es sich fast ausschließlich um erwachsene Männer.

Die Übertragungen erfolgen laut RKI nach derzeitigen Erkenntnissen in erster Linie im Rahmen von sexuellen Aktivitäten, aktuell insbesondere bei Männern, die sexuelle Kontakte mit anderen Männern haben.

Affenpocken gelten verglichen mit den seit 1980 ausgerotteten Pocken als weniger schwere Erkrankung. Die Inkubationszeit beträgt laut Robert Koch-Institut 5 bis 21 Tage. Die Symptome, darunter Fieber und Hautausschlag, verschwinden gewöhnlich innerhalb weniger Wochen von selbst, können bei einigen Menschen aber zu medizinischen Komplikationen und in sehr seltenen Fällen auch zum Tod führen.

Quelle: dpa

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