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Baden-Württemberg Ringen um Pannengymnasium: Geislingen sucht Interimslösung

Ein Banner mit der Aufschrift

(Foto: Tom Weller/dpa/Archivbild)

Geislingen (dpa/lsw) - Die Stadt Geislingen an der Steige (Kreis Göppingen) ringt um die Zukunft eines Pannengymnasiums, das zum Millionengrab geworden ist. Der Gemeinderat soll in dieser Woche über eine Interimslösung entscheiden. "Wir rechnen damit, dass es grünes Licht für eine befristete Fortsetzung des Schulbetriebs für 2020/21 gibt", sagte der Leiter des Michelberg-Gymnasiums, Heiner Sämann. Wie es danach für die rund 600 Schülerinnen und Schüler weitergehen soll, ist noch offen.

Das Gebäude war mit einem hohen Millionenaufwand saniert und unter Berücksichtigung moderner ökologischer sowie schulischer Anforderungen umfassend umgebaut worden. Zwei Jahre nach der Wiedereröffnung stellten sich jedoch 2018 erhebliche bauliche und Sicherheitsmängel heraus. Wegen Einsturzgefahr und mangelhaften Brandschutzes wurde die Schule teilweise gesperrt.

Nach Schätzungen von Experten würden für eine weitere umfangreiche Sanierung oder für einen Abriss und Neubau Kosten zwischen 25 und 37 Millionen Euro anfallen. Das für Geislingen zuständige Regierungspräsidium Stuttgart ist nicht bereit, einen derartig hoch durch Kreditschulden belasteten Haushalt zu genehmigen.

Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) hat derweil Unterstützung durch das Land in Aussicht gestellt. Das Gymnasium dürfe nicht voreilig zur Disposition gestellt werden, erklärte sie am vergangenen Dienstag nach einem Treffen mit Oberbürgermeister Frank Dehmer (parteilos). Die Stadt will nun ein Trägerkonzept für die Schule vorlegen und dazu auch die Gemeinden im Umland und den Landkreis einbeziehen.

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