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Baden-Württemberg Rülke hält Grün-Gelb nach Wahl für denkbar

Hans-Ulrich Rülke, Fraktionsvorsitzender der FDP in Baden-Württemberg, spricht. Foto: Sebastian Gollnow/dpa/Archivbild

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Stuttgart (dpa/lsw) - Baden-Württembergs FDP-Spitzenkandidat Hans-Ulrich Rülke kann sich grundsätzlich auch eine Koalition mit den Grünen nach der Landtagswahl am Sonntag vorstellen. "Wenn es rechnerisch reicht und ein Wahlsieger Winfried Kretschmann, bei dem dann der Regierungsauftrag läge, uns zu Gesprächen einlädt, werden wir uns solchen Sondierungsgesprächen sicherlich nicht verweigern", sagte Rülke, der auch Landtagsfraktionschef ist, am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur dpa in Stuttgart.

Zuletzt hatte das ZDF-Politbarometer ergeben, dass die Grünen von Ministerpräsident Winfried Kretschmann elf Prozentpunkte vor der CDU liegen. Demnach sind neben einer möglichen Fortsetzung von Grün-Schwarz und einer Ampel aus Grünen, SPD und FDP auch andere Konstellationen in Reichweite. So könnte es womöglich auch knapp für eine Wiederauflage von Grün-Rot oder sogar für ein Bündnis von Grünen und FDP reichen.

Grüne und SPD kämen der Umfrage vom vergangenen Freitag zufolge zusammen auf 45 Prozent, die anderen Parteien CDU, AfD und FDP ebenfalls auf 45 Prozent. Das gleiche Bild ergibt sich bei Grün-Gelb. Auch hier kommen Grüne und FDP auf 45 Prozent, die anderen drei Parteien ebenfalls.

Kretschmann hat sich noch nicht festgelegt, mit wem er im Falle eines Sieges regieren will. Ein Bündnis mit der AfD haben aber alle anderen bisher im Landtag vertretenen Parteien ausgeschlossen. Rülke hatte zuletzt immer gesagt, man ziehe eine Deutschlandkoalition mit CDU und SPD vor. Da die Sozialdemokraten ein solches Bündnis aber ablehnen, sei auch eine Ampel denkbar.

Allerdings sind die Umfragen nicht eindeutig. Bei einer ARD-Umfrage vom vergangenen Donnerstag waren sowohl Grün-Rot als auch Grün-Gelb noch relativ weit von einer Mehrheit entfernt. Hier hätten laut Infratest dimap Grüne und SPD zusammen 43 Prozent und CDU, AfD und FDP zusammen 47 Prozent. Auch Grün-Gelb läge bei 43 Prozent, die anderen drei Parteien bei 47 Prozent.

© dpa-infocom, dpa:210309-99-748056/2

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