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Baden-Württemberg Schrauben-Patriarch will 189.000 Briefe geschrieben haben

Reinhold Würth, Gründer des Konzerns Würth, spricht mit Journalisten der Deutschen Presse-Agentur.

(Foto: Marijan Murat/dpa/Archivbild)

Stuttgart (dpa/lsw) - Der Unternehmer Reinhold Würth (87) hat nach eigenen Angaben bereits 189.000 Briefe geschrieben. Er bekomme zwar auch E-Mail und SMS und antworte darauf. "Aber Standard ist der Brief, das ist bei mir Tradition. Ich bin jetzt bei Nummer 189.000", verriet der Patriarch des für Schrauben und Dübel bekannten Handelskonzerns Würth dem Wirtschaftsmagazin Capital (Ausgabe 9/22, EVT 18. August). Die Briefe nummeriere er durch.

Empfänger waren neben Mitarbeitern auch seine Tochter Bettina und seine Enkel, wie aus dem Interview weiter hervorgeht. Auf die Frage, ob sie nun auch an ihre Tochter und ihre Neffen - die alle im Familienunternehmen arbeiten - Briefe schreibe, sagte Bettina Würth: "Um Gottes willen, nein. Wir sind mit dieser Briefeschreiberei doch schon genug traumatisiert worden."

In den Schreiben an Mitarbeiter gehe es manchmal um strategische Fragen, oft aber auch um Banalitäten, sagte Reinhold Würth weiter. In einem Würth-Gebäude etwa sei es bei einem seiner Besuche in den oberen Stockwerken bombenheiß gewesen, außerdem hätten die Seifenspender nicht funktioniert. "Das ist unangemessen für unser Haus und gibt dann einen Brief", erklärte der Konzerngründer, der auch als "Schraubenkönig" bekannt wurde.

Quelle: dpa

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