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Baden-Württemberg Studie: Vergleichsweise wenige Überschuldete im Südwesten

Verschiedene Geldscheine liegen sortiert auf einem Haufen. Foto: Monika Skolimowska/zb/dpa/Archivbild

(Foto: Monika Skolimowska/zb/dpa/Archivbild)

Stuttgart (dpa/lsw) - In Baden-Württemberg leben einer Studie zufolge weiter vergleichsweise wenige Menschen, die ihre Rechnungen nicht mehr bezahlen können. Die Zahl der überschuldeten Verbraucher ab 18 Jahren habe im Südwesten in diesem Jahr leicht auf knapp 0,75 Millionen Menschen abgenommen, hieß es in einem am Donnerstag veröffentlichen "Schuldneratlas 2019" der Wirtschaftsauskunftei Creditreform. Die Überschuldungsquote von Baden-Württemberg liegt der Erhebung zufolge bei 8,23 Prozent. Besser schneidet im Vergleich der Bundesländer nur Bayern mit 7,31 Prozent ab. Der Bundesschnitt liegt bei 10,0 Prozent, auf den letzten Plätzen rangieren Berlin (12,31 Prozent), Sachsen-Anhalt (12,71 Prozent) und Bremen (14,02 Prozent).

Die Autoren betonten, der Süden Deutschlands liege in dem Ranking wie in den Vorjahren vor den Bundesländern im Norden, Osten und Westen. Vor allem das Ruhrgebiet bleibe mit seinen zum Teil noch altindustriell geprägten, strukturschwachen Regionen der Brennpunkt in Deutschland, hieß es. Hohe Arbeitslosigkeit, Einkommensarmut und hohe soziale Transferleistungen bildeten eine prekäre Gemengelage, die die Regionen um das Revier zum eigentlichen Sorgenkind der Überschuldungsentwicklung machten.

Bundesweit ist die Zahl überschuldeter Menschen in diesem Jahr der Studie zufolge erstmals seit fünf Jahren wieder leicht rückläufig. Nach Creditreform-Angaben waren in Deutschland rund 6,92 Millionen Verbraucher nicht in der Lage, ihre Rechnungen zu bezahlen. Das seien knapp 10 000 weniger als im Vorjahr.

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