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Baden-WürttembergJugendlicher nach Fund von toter 19-Jähriger festgenommen

12.03.2026, 14:11 Uhr
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(Foto: Rene Priebe/dpa)

Eine Spaziergängerin findet die Leiche einer jungen Frau in einem Wald bei Mannheim. Kurz darauf nimmt die Polizei einen Tatverdächtigen fest. Doch viele Fragen sind noch offen.

Mannheim (dpa/lsw) - Nach dem Fund einer toten 19-Jährigen in einem Wald bei Mannheim ist ein 17-jähriger Tatverdächtiger festgenommen worden. Die Frau sei nach derzeitigem Stand Opfer eines Gewaltverbrechens geworden, teilte die Polizei mit. Laut Staatsanwaltschaft gibt es derzeit keine Anzeichen für ein Sexualverbrechen.

Der 17-Jährige befindet sich laut den Ermittlern in polizeilichem Gewahrsam und werde noch am Donnerstag einem Haftrichter vorgeführt. Weitere Angaben zu den Umständen der Tat und zum Motiv machten die Ermittler zunächst nicht. Diese seien Gegenstand der Ermittlungen, hieß es.

Spaziergängerin fand die Leiche am Mittwoch

Unklar blieb vorerst auch, ob das Opfer und der Tatverdächtige sich gekannt hatten. Auch zur Staatsangehörigkeit des Tatverdächtigen äußerten sich die Ermittler vorerst nicht. Die Staatsanwaltschaft wollte nach eigenen Angaben am Nachmittag weitere Informationen zu dem Fall veröffentlichen.

Eine Spaziergängerin hatte die tote Frau Polizeiangaben zufolge am Mittwoch um kurz nach 8.00 Uhr entdeckt. Das Gebiet rund um den Fundort der Leiche sei weiträumig abgesucht worden. Die Kriminalpolizei richtete eine Sonderkommission mit rund 60 Beamtinnen und Beamten ein.

Fundort liegt in beliebtem Naherholungsgebiet

Die vorläufigen Untersuchungsergebnisse der Rechtsmedizin bestätigten demnach den Verdacht auf eine Gewalttat. Der 17-Jährige wurde laut Polizei noch am Mittwochabend festgenommen. Zeuginnen und Zeugen sowie Menschen, die etwas Verdächtiges wahrgenommen haben, werden gebeten, sich bei der Polizei zu melden.

Bei dem Wald, in dem die Leiche gefunden wurde, handelt es sich um ein beliebtes Naherholungsgebiet in der Nähe eines Wohngebietes mit frei stehenden Einfamilienhäusern und Reihenhäusern. Zu dem Gebiet gehören unter anderem ein Weiher, ein Wildgehege, ein Spielplatz und Einkehrmöglichkeiten. Am Donnerstag war nichts mehr von dem Polizeieinsatz zu sehen. Zahlreiche Jogger und Spaziergänger waren unterwegs.

Ermittler äußern sich nicht zu möglicher Beziehung

Zunächst äußerten sich die Ermittler nicht zu einer möglichen Beziehung zwischen Opfer und Tatverdächtigem. Wenn eine Frau getötet wird, weil sie eine Frau ist, spricht man von einem Femizid. Es können aber auch nicht alle Tötungsdelikte an Frauen als Femizid gewertet werden.

Laut Sicherheitsbericht des Landes sind im Jahr 2024 in Baden-Württemberg 135 Frauen und Mädchen Opfer eines versuchten oder vollendeten Tötungsdelikts geworden. Täter waren vor allem Ehemänner, Ex-Partner oder Verwandte. Im Jahr 2025 wurden demnach 125 Frauen und Mädchen Opfer eines versuchten oder vollendeten Tötungsdelikts.

Quelle: dpa

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