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Baden-Württemberg Verdi: Warnstreik am Bodensee-Airport

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Friedrichshafen (dpa/lsw) - Die Gewerkschaft Verdi hat am Montagabend das Personal des Bodensee-Airports in Friedrichshafen zu einem Warnstreik aufgerufen. Eine Stunde vor dem offiziellen Betriebsschluss habe das Personal die Arbeit niedergelegt, sagte Verdi-Verhandlungsführer Andreas Schackert der Deutschen Presse-Agentur am Abend. "Was wir nicht wollten, war Schaden anzurichten", erklärte Schackert. Deshalb habe man den Warnstreik nicht in den Zeitraum des Weltwirtschaftsforums in Davos gelegt, in dem der Flughafen sonst traditionell stärker frequentiert werde. "Es ging um einen Warnschuss".

Etwa 80 Flughafenbeschäftigte beteiligten sich nach Gewerkschaftsangaben an dem Warnstreik. Betroffen waren ein Lufthansa-Flug aus Frankfurt (Main) mit rund 40 Passagieren sowie ein Privatflieger, der ebenfalls nicht mehr habe landen dürfen. Der Passagierflieger sei zurück nach Frankfurt geflogen, der Privatflieger in Stuttgart gelandet.

Mit dem Warnstreik reagierte Verdi nach eigenen Angaben auf die ergebnislose zweite Verhandlungsrunde mit dem Regionalflughafen. "Dessen Betreiber hatten für dieses Jahr eine Einmalzahlung von 0,5 Prozent und für die kommenden zwei Jahre Tabellenlohnerhöhungen von insgesamt lediglich 1,25 Prozent angeboten", hieß es in einer Mitteilung. Das Angebot sei zudem vom wirtschaftlichen Ergebnis des Flughafens abhängig gemacht worden.

"Es ist nicht in Ordnung, dass sich Stadt und Kreis ihren gewünschten Flughafen immer mehr vom eigenen Personal mitfinanzieren lassen. Der heutige Warnstreik soll den beiden Haupteignern zeigen, dass es auch bei ihren Beschäftigten Grenzen für die Loyalität mit ihrem Flughafen gibt", erklärte Schackert.

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