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Baden-Württemberg Versteigerung der Orden und Staatsgeschenke Honeckers

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Kirchheim unter Teck (dpa/lsw) - Nach Abschluss eines Rechtsstreits mit dem Bund darf ein Auktionshaus in Kirchheim unter Teck (Esslingen) zahlreiche Orden und Staatsgeschenke aus dem Nachlass Erich Honeckers versteigern. Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) mit Sitz in Bonn hatte die Auktion zunächst per einstweiliger Verfügung untersagt. Auktionator Andreas Thies teilte auf seiner Homepage mit, die Versteigerung sei nun für Anfang Dezember geplant. Die "Stuttgarter Zeitung" und die "Stuttgarter Nachrichten" (Dienstagsausgaben) hatten über das Ende des Rechtsstreits berichtet.

Nach Angaben des Bundesanstalts-Sprechers Thorsten Grützner hatte seine Behörde erst kurz vor der ursprünglich geplanten Versteigerung im Juli davon Kenntnis bekommen. Da nicht auszuschließen gewesen sei, dass es sich bei den Gegenständen um ehemals volkseigenes Vermögen handele, sei zur Wahrung der Interessen ein Antrag auf Erlass einer einstweiligen Verfügung gestellt worden. Dies habe dazu gedient, die Sach- und Rechtslage klären zu können, sagte Grützner der Deutschen Presse-Agentur. Nach umfassender Prüfung habe die Bundesanstalt ihren Antrag zurückgenommen.

Die rund 100 Orden und Staatsgeschenke des ehemaligen Staatsratschefs der DDR, Erich Honecker, seien damit frei von fremden Rechtsansprüchen, berichtete Auktionator Andreas Thies. "Die rechtmäßige Eigentumsübertragung von Erich Honecker zu unserem Einlieferer konnte lückenlos dokumentiert werden", heißt es dazu auf der Internetseite seines Auktionshauses.

Den Zeitungsberichten zufolge lag für die im Juli geplante Auktion unter anderem das Gebot eines Interessenten vor, der bereit gewesen wäre, eine Million Euro für die komplette Sammlung zu zahlen. Herausragendes Stück ist demnach der aus purem Gold gefertigte Orden "Held der DDR".

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