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Baden-Württemberg Weiße Flotte hofft auf internationale Schifffahrt ab Juni

Die Schiffe der Weißen Flotte liegen im Hafen. Foto: Felix Kästle/dpa/Archivbild

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Konstanz (dpa/lsw) - Die Schiffe der Weißen Flotte sind derzeit nur eingeschränkt auf dem Bodensee unterwegs - das soll sich ab dem 15. Juni ändern. Ab diesem Datum werde der gemeinsame Kursverkehr aus Baden-Württemberg, Bayern, Österreich und der SChweiz wieder aufgenommen, sagte der Vorsitzende der Vereinigten Schifffahrtsunternehmen für den Bodensee und Rhein (VSU), Norbert Reuter, am Freitag. Der Termin sei jedoch noch abhängig von den Grenzöffnungen in den Ländern.

Eigentlich hatten die Schiffe der VSU bereits Anfang April gemeinsam in die Saison starten wollen. Das wurde aufgrund der Coronakrise jedoch verschoben. Aktuell seien nur die deutschen und österreichischen Unternehmen mit einem reduzierten Angebot auf dem Bodensee unterwegs. Schweizerische Schiffe sollen aber bald folgen, Saisonstart werde am 6. Juni sein.

Auf den Schiffen müssten wegen der Corona-Pandemie die Abstandsregeln und Hygienevorschriften eingehalten werden. Die Unternehmen hätten die vergangenen Wochen aber genutzt, um die Schiffe den aktuellen Anforderungen anzupassen, sagte Reuter. Die Schiffsbetriebe hofften nun auch auf einen guten Herbst. Wenn die Infektionszahlen sich stabilisierten, das Buchungsverhalten der Fahrgäste gut sei und die Witterung passe, wolle man nach Möglichkeit die Saison verlängern.

Dennoch geht die VSU von einem deutlichen Rückgang der Passagierzahlen aus: "Wir erwarten 50 bis 60 Prozent der Vorjahreserlöse, das gilt auch in Analogie zu den Fahrgästen." Allein für die Bodensee-Schiffsbetriebe aus Konstanz bedeutet das rund sieben Millionen Euro weniger Umsatz. 2019 fuhren rund 3,6 Millionen Fahrgäste mit den Schiffen der VSU.

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