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Baden-Württemberg Weißkopfseeadler Helia wird von Hand aufgezogen

Ein Weißkopfseeadler-Küken liegt im Wildparadies Tripsdrill in seinem Nest.

(Foto: Bernd Weißbrod/dpa)

Große Schwingen, gelber Schnabel und in ein paar Jahren auch die typische weiße Halskrause im Federkleid: in Tripsdrill wird frisch geschlüpfter Nachwuchs der Weißkopfseeadler aufgezogen. Allerdings nicht vom Vogelpaar, sondern vom Falkner.

Cleebronn (dpa/lsw) - Das Wildparadies Tripsdrill hat einen neuen gefiederten Star, der schon bald zum Publikumsliebling werden könnte: Pünktlich zum 50-jährigen Jubiläum ist ein Weißkopfseeadler geschlüpft. Für das Junge übernimmt ein Falkner den Job der Adler-Eltern, weil es zunächst noch einen weiteren Jungvogel gegeben hatte und der Wildpark auf Nummer sicher gehen wollte. "Mittlerweile ist das andere Junge gestorben", sagte Tripsdrill-Sprecher Birger Meierjohann. "Es ist bei einem Unwetter aus dem Nest gepurzelt, wir haben es nur noch tot aufgefunden."

Mitarbeiter des Wildparadieses haben den bislang nur spärlich gefiederten Nachwuchs den Namen Helia gegeben. Zwar könne das Geschlecht erst später durch eine Federprobe bestimmt werden, doch sei es wahrscheinlich, dass es sich um ein Weibchen handele, da diese kräftiger seien. "Und jeden Tag nimmt es 100 Gramm zu", sagte Meierjohann. "Für einen Jungvogel ist das schon ein gewaltiger Brocken."

Bislang leben im Wildparadies zwei Weißkopfseeadler als Zuchtpaar in einer Voliere sowie zwei Artgenossen, die Teil der Flugvorführungen sind. "Natürlich kann es auch sein, dass Besucher das Junge aus der Handaufzucht auch zu sehen bekommen", sagte Meierjohann. "Es soll sich ja an Besucher gewöhnen." Derzeit schlafe es aber einen Großteil des Tages und sei nur etwa zwei Stunden wach.

Der Weißkopfseeadler ist der Wappenvogel der USA. Die Tiere, die ihren Namen wegen der strahlend weißen Kopffedern haben, waren Anfang der 70er Jahre in Amerika und Kanada fast ausgerottet. Mittlerweile ist der Adler mit dem gelben Schnabel und der enormen Flügelspannweite nicht mehr gefährdet.

Quelle: dpa

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