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Baden-Württemberg Weltrekordversuch mit Elektro-Rennwagen: "Sieht gut aus"

Der Elektro-Rennwagen vom Greenteam, von Studierenden der Uni Stuttgart, fährt bei einem Versuch auf dem Bosch-Testgelände in Renningen (Landkreis Böblingen).

(Foto: Maximilian Partenfelder/Greentea)

Renningen (dpa/lsw) - Studierende der Uni Stuttgart sind guter Dinge, dass sie den Weltrekord für den am schnellsten beschleunigenden Elektro-Rennwagen geknackt haben. Ziel war es, in weniger als anderthalb Sekunden von 0 auf 100 Kilometer pro Stunde zu kommen. "Es sieht sehr gut aus", sagte Franziska Gildein vom Greenteam Uni Stuttgart am Samstag. Nach einem Versuch am Freitag auf dem Bosch-Testgelände in Renningen (Landkreis Böblingen) wurden die Aufzeichnungen an Guiness World Records weitergegeben. Die abschließende Prüfung könne aber bis zu fünf Tage dauern.

Ein erster Versuch Anfang September war noch wegen technischer Probleme abgesagt worden. Der Versuch am Freitag sei die letzte Gelegenheit für dieses Jahr gewesen, sagte Gildein. Das Wetter habe etwas wärmer sein können, aber der Start mit dem selbst konstruierten Rennwagen sei dennoch erfolgreich gewesen.

Dabei ging es dem Team auch darum, den Rekord zurück nach Deutschland zu holen. 2012 hatten die Stuttgarter nach eigenen Angaben den Rekord mit einer Beschleunigung von 0 auf 100 Kilometer pro Stunde in 2,681 Sekunden geholt. Teams aus den Niederlanden und der Schweiz brachen ihn. 2015 eroberte das Stuttgarter Team den Titel mit einer Zeit von 1,779 Sekunden zurück. Die Bestmarke unterboten die Schweizer nur ein Jahr später. Seither galt es, 1,513 Sekunden zu knacken.

Das 2009 gegründete Greenteam nimmt regelmäßig an dem internationalen Konstruktionswettbewerb für Studierende "Formula Student" teil. Der Carbon-Rennwagen des Teams wiegt nach früheren Angaben knapp 145 Kilogramm und erreicht eine Leistung von bis zu 180 Kilowatt dank Vierrad-Antriebs mit selbst entwickelten Motoren und neuem Hochvolt-Akkumulator. Das Fahrzeug könne eine Beschleunigung von 2,5g erreichen. Das sei ungefähr vergleichbar mit der Kraft, die Astronauten beim Wiedereintritt der Rakete in die Erdatmosphäre erfahren.

Quelle: dpa

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