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Bayern Angeklagter geht nach Urteil wegen Babytötung in Revision

Eine Statue der Justitia hält eine Waage in ihrer Hand. Foto: David-Wolfgang Ebener/dpa/Symbolbild

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Würzburg (dpa/lby) - Gegen das Urteil um den gewaltsamen Tod eines Babys in Unterfranken hat der Angeklagte Revision eingelegt. Der Mann war am 22. Februar vom Landgericht Würzburg zu elf Jahren Freiheitsstrafe wegen Totschlags verurteilt worden. Nun muss sich voraussichtlich der Bundesgerichtshof mit dem Fall befassen, wie ein Gerichtssprecher am Montag sagte.

Der 24 Jahre alte Deutsche soll das acht Monate alte Baby seiner Freundin kurz vor Weihnachten 2019 im Raum Gemünden am Main misshandelt und erstickt haben. Der Mann hatte dies stets bestritten.

Sein Verteidiger hatte sich in seinem Plädoyer für eine Haftstrafe von sieben Jahren wegen Körperverletzung mit Todesfolge ausgesprochen. Die Staatsanwaltschaft hatte für eine Freiheitsstrafe von zwölf Jahren wegen Totschlags plädiert.

Ursprünglich war der Mann wegen Mordes angeklagt. Eine psychiatrische Gutachterin hatte im Laufe des Prozesses seine volle Schuldfähigkeit festgestellt.

© dpa-infocom, dpa:210301-99-640571/2

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