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BayernAnhaltender Schneefall: Viele Unfälle auf glatten Straßen

20.02.2026, 12:16 Uhr
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Schnee und Glätte halten die Einsatzkräfte auf Trab. Auf Bayerns Straßen gibt es erneut zahlreiche Unfälle. Eine dreiköpfige Familie kommt schwer verletzt ins Krankenhaus.

München/Aschheim (dpa/lby) - Das Winterwetter hat Bayern weiterhin fest im Griff. Der anhaltende Schneefall und die Glätte sorgten auch in der Nacht für zahlreiche Unfälle. Vor allem in Oberbayern und Schwaben rückten die Einsatzkräfte vermehrt aus, wie die Polizeipräsidien mitteilten. Die teils ergiebigen Schneefälle hielten örtlich noch am Vormittag an.

Auf der Autobahn 99 bei Aschheim kam es am späten Donnerstagabend zu einem Unfall: Ein Familienvater fuhr von der Autobahn auf einen Parkplatz ab, kam von der winterlichen Fahrbahn ab und prallte mit seinem Auto gegen einen geparkten Sattelzug. Das Auto schob sich bei dem Aufprall unter den Auflieger des Lastwagens. Der 51 Jahre alte Fahrer, seine 47 Jahre alte Ehefrau und ihre zehn Jahre alte Tochter kamen schwer verletzt in ein Krankenhaus.

Zwölf Leichtverletzte

Im südlichen Oberbayern habe es rund 75 Einsätze wegen Schneefalls und Glätte gegeben, sagte ein Sprecher. Häufig blieb es bei Unfällen mit Blechschäden. Zwölf Menschen wurden demnach leicht verletzt. Schwerere Verletzungen blieben hingegen aus. Mal prallten die Autos gegen die Leitplanke. In anderen Fällen landeten sie im Graben. Außerdem war Schneebruch ein Problem: Mehrere Bäume stürzten dadurch auf die Straßen.

Auch im Norden Oberbayerns gab es laut einem Sprecher in der Nacht mehr Unfälle als sonst. Eine genaue Anzahl gab er nicht an. Es gebe aber keine Verletzten.

In Unterfranken hingegen beruhigte sich die Lage noch am Donnerstagabend, wie ein Sprecher erklärte. Bis dahin rückten die Einsatzkräfte des Polizeipräsidiums Unterfranken demnach allerdings zu mehr als 100 Einsätzen aus. In der Nacht sei nichts mehr dazugekommen.

Lastwagen bleibt stecken

Im Einsatzgebiet des Polizeipräsidiums Schwaben Nord zählten die Beamten bis zu 20 Unfälle. Es entstanden laut einem Sprecher aber nur kleinere Schäden. Mehrere Lastwagen blieben in Schwaben wegen des Schneefalls auf der Straße stecken. Meist befreite die Straßenmeisterei die Fahrer aus ihrer misslichen Lage. Einmal kam die Feuerwehr zu Hilfe.

Auch im Süden Schwabens gab es mehr Unfälle als üblich. 28 Einsätze waren es laut dem Präsidium dort. Lediglich bei einem der Unfälle verletzte sich ein Mensch leicht. In Niederbayern kamen 30 Unfälle mit Blechschaden hinzu. Zusätzlich fielen 25 weitere Einsätze an. Dabei ging es vor allem um Unterstützung beispielsweise bei liegengebliebenen Fahrzeugen.

Im Landkreis Neumarkt in der Opferpfalz verlor nach Polizeiangaben am Donnerstagabend eine 30-Jährige die Kontrolle über ihren Wagen und prallte damit gegen einen Linienbus. Die Frau wurde schwer verletzt in ein Krankenhaus gebracht. Der Busfahrer und eine 17 Jahre alte Insassin erlitten leichte Verletzungen. Der Schaden betrug rund 100.000 Euro.

Am Donnerstag hatten sich auch im Bereich des mittelfränkischen Dinkelsbühl etliche Unfälle ereignet, bei denen es überwiegend bei Blechschäden blieb.

Steckensperrungen der Bahn

Auch die Bahn ist betroffen: Auf der Strecke zwischen Garmisch-Partenkirchen und Innsbruck fiel ein Baum auf die Gleise. Dabei beschädigte er auch die Oberleitung. Die Züge aus München endeten deshalb vorzeitig am Bahnhof in Garmisch-Partenkirchen.

In Mittelfranken stürzte ebenfalls ein Baum auf die Strecke zwischen Roßtal und Ansbach und beschädigte eine Oberleitung. Dort ist derzeit kein Zugverkehr möglich. Betroffen sind unter anderem auch die S-Bahnen der Linie 4 zwischen Nürnberg und Crailsheim. Für den betroffenen Abschnitt sei ein Ersatzverkehr eingerichtet worden, teilte die Bahn mit.

Schnee geht in Regen über

Nach den schneereichen Tagen im Freistaat geht der Schnee am Wochenende in vielen Teilen in Regen über. Es wird deutlich milder. Am Sonntag sind der Wetterprognose zufolge stellenweise bis zu 15 Grad möglich. Dennoch ist vor allem in der Nacht auf Samstag weiterhin mit Glätte zu rechnen - schwerpunktmäßig im Osten Bayerns.

Quelle: dpa

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