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Bayern Bayern will zwei Milliarden in Flüsse und Bäche investieren

Thorsten Glauber (Freie Wähler), Umweltminister von Bayern. Foto: Sven Hoppe/dpa/Archivbild

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München (dpa/lby) - Bis Ende 2030 will Bayern zwei Milliarden Euro in seine Flüsse und Bäche investieren. "Wir wollen Hochwasser- und Gewässerschutz mit dem Artenschutz vereinen. Das ist gleichzeitig gelebter Klimaschutz", sagte Umweltminister Thorsten Glauber (Freie Wähler) am Freitag in München. Bis Ende 2030 solle damit für rund 150 000 Menschen der Schutz vor einem 100-jährlichen Hochwasser erreicht werden. 2021 werde zum Jahr der Flüsse und Bäche, diese sollten "blühende Bänder" werden, die sich durch das Land ziehen.

Größtes Einzelprojekt im Bereich Hochwasserschutz sei der sanfte Donauausbau, sagte Glauber. Daneben solle der Hochwasserschutz in der Fläche und an den kommunalen Gewässern gestärkt und das Staustufenmanagement an den Flüssen optimiert werden. Zudem solle es neue Starkregen-Gefahrenkarten geben, da dies überall im Land die Kommunen vor neue Aufgaben stelle. Glauber kündigte ferner für Anfang 2021 einen neuen Klimareport für Bayern an, um die aktuellen regionalen Folgen des Klimawandels zu zeigen.

Ziel seien renaturierte und ökologisch funktionsfähige Fließgewässer und Auen sowie eine noch bessere Vernetzung der Lebensräume, sagte Glauber. Beispielsweise werde durch Deichrückverlegungen und die Renaturierung von Auen in rund zwei Dutzend Projekten an fünf Flüssen - unter anderem Donau, Isar und Lech - eine neue hochwertige Gesamtfläche von 2300 Hektar geschaffen. Gewässerrand- und Uferstreifen sorgten für natürliche Vielfalt entlang der Gewässer.

Neben dem Schutz der Menschen vor Hochwasser und der Stärkung der Ökologie sieht Glauber in den Flüssen und Bächen auch eine wichtige Sozialfunktion für die Menschen. Als Orte der Erholung und für Naturerlebnisse seien Flüsse von besonderer Bedeutung.

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