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Bayern Bayerns Gas- und Ölrechnung doppelt so hoch

Eine Frau dreht an einem Heizungsthermostat.

(Foto: Marcus Brandt/dpa/Symbolbild)

München (dpa/lby) - Die Gas- und Ölrechnung für Bayerns Bürger und Unternehmen hat sich in diesem Jahr bislang mehr als verdoppelt. Im ersten Halbjahr wurden Erdgas und Erdöl im Wert 10,9 Milliarden Euro importiert, im Jahresvergleich war das ein Anstieg um 106 Prozent. Das teilte das Statistische Landesamt in Fürth am Freitag mit.

Die Teuerung bei vielen Produkten führt dazu, dass sich das bayerische Außenhandelsdefizit vergrößert. Der Wert der Importe insgesamt stieg im ersten Halbjahr um 18 Prozent auf 121,5 Milliarden Euro. Der Wert der Exporte legte dagegen nur um 9 Prozent auf knapp 102 Milliarden Euro zu.

"Verantwortlich für die Anstiege bei Ex- und Importen sind allein die gestiegenen Preise", sagte Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der Vereinigung der bayerischen Wirtschaft. "Die anhaltend hohen Energiekosten sind eine gravierende Belastung für die bayerische Exportwirtschaft."

Bayern hat sich seit 2019 von einem Export- zu einem Importland gewandelt. 2021 hatten Bayerns Unternehmen Autos, Maschinen und andere Waren im Wert von 190 Milliarden Euro ins Ausland verkauft, doch die Einfuhren beliefen sich auf einen Wert von 212 Milliarden Euro.

Quelle: dpa

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