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Bayern Bayerns Polizei sucht über 30 000 Menschen per Haftbefehl

Ein Polizist mit Handschellen und einer Pistole am Gürtel steht vor einem Streifenwagen. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

(Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa)

München (dpa/lby) - Die bayerische Polizei fahndet derzeit nach 30 160 Personen per Haftbefehl. Die weitaus meisten von ihnen sind verurteilt und haben ihre Haftstrafe nicht wie vorgesehen angetreten.

In 84 Prozent aller Haftbefehle war dies Anfang Oktober der Fall. Der Rest sind Untersuchungshaftbefehle gegen Tatverdächtige. Insgesamt lagen damit 32 551 Haftbefehle vor, wie das Innenministerium in München auf Anfrage mitteilte. Auf einen Straftäter können auch mehrere Haftbefehle ausgestellt sein.

"Wenn Haftbefehle nicht vollzogen sind, liegt das oftmals daran, dass die Betroffenen im Ausland und deshalb für die deutschen Behörden nicht mehr greifbar sind", erklärte ein Sprecher des Ministeriums die Statistik.

Im Jahr 2018 wurden in Bayern mehr als 20 200 Haftbefehle neu erfasst, rund 17 000 wurden umgekehrt vollstreckt. Im laufenden Jahr wurden bis Ende September etwa 16 100 Haftbefehle neu in das Fahndungssystem der Polizei aufgenommen, etwa 13 100 wurden in diesem Zeitraum vollstreckt.

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