Regionalnachrichten

Bayern Beschäftigte an Krankenhäusern demonstrieren für mehr Lohn

Das Verdi-Logo prangt an einer Warnweste. Foto: Christophe Gateau/dpa/Symbolbild

(Foto: Christophe Gateau/dpa/Symbolbild)

Nach den Warnstreiks im öffentlichen Nahverkehr sind jetzt die Krankenhäuser dran. Verdi hat die Beschäftigten zum Arbeitskampf aufgerufen. Im Gegensatz zu den Pendlern bekamen die Patienten das aber nicht zu spüren.

München (dpa/lby) - Mit Streiks und Kundgebungen an Krankenhäusern und Behinderteneinrichtungen hat die Gewerkschaft Verdi ihre Warnstreiks in Bayern fortgesetzt. An mehr als zwei Dutzend Orten hatte sie Aktionen geplant. "Wir sind im Augenblick dabei, Nadelstiche zu setzen", sagte Verdi-Landesfachbereichsleiter Robert Hinke. Am Universitätsklinikum Augsburg demonstrierten über die Mittagszeit seinen Angaben nach rund 200 Beschäftigte für mehr Lohn. Auch an anderen Orten sei die Beteiligung sehr gut gewesen.

Mit einer Reihe von Warnstreiks hatte die Gewerkschaft Verdi vergangene Woche den Arbeitskampf im öffentlichen Dienst eingeläutet. Verdi und der Beamtenbund dbb fordern für die bundesweit 2,3 Millionen Tarifbeschäftigten von Bund und Kommunen 4,8 Prozent mehr Geld, mindestens aber 150 Euro. Die Kommunen verweisen aber auf leere Kassen. Mitte September war die zweite Verhandlungsrunde ohne Ergebnis geblieben. Die nächste Verhandlungsrunde ist für den 22. und 23. Oktober geplant.

Die Gewerkschaft hatte die Aktionen an den Krankenhäusern und Behinderteneinrichtungen bewusst auf Mittwoch gelegt, da sich an diesem Tag die Gesundheitsministerinnen und Gesundheitsminister aus Bund und Ländern in Berlin trafen.

In München hatte Verdi die Beschäftigten unter anderem zu Protesten vor der Stadtratssitzung im Gasteig aufgerufen. In Nürnberg sollte es am späten Nachmittag eine Kundgebung vor dem Gesundheitsministerium geben. In Bayreuth war ein ganztägiger Warnstreik angesetzt. Die Patienten bekämen das aber nicht zu spüren, betonte Hinke. Deren Versorgung sei sichergestellt. Bis zur nächsten Verhandlungsrunde kündigte Hinke weitere Aktionen im Gesundheitswesen an.

Bis Freitag soll es weitere Warnstreiks in kommunalen Einrichtungen wie Kitas, Kliniken oder Müllabfuhr geben. Am Donnerstag und Freitag ist unter anderem die Abfallentsorgung in Nürnberg betroffen. Restmüll- und Bio-Tonnen werden nicht geleert.

Newsticker