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Bayern Besonders artenreich: UN-Auszeichnung für Oberbayerische Alm

Michaela Kaniber (CSU), Staatsministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, telefoniert während der Sitzung des bayerischen Landtags im steinernen Saal. Themen der Sitzung sind u.a. die zweite Lesung des Corona-Nachtragshaushalts sowie zu anderen Gesetzesvorhaben der Staatsregierung in der aktuellen Pandemie. Foto: Peter Kneffel/dpa

(Foto: Peter Kneffel/dpa)

Inzell (dpa/lby) - Die Gaßlalm bei Inzell im Landkreis Traunstein hat für ihren hohen Artenreichtum eine Auszeichnung der Vereinten Nationen bekommen. Das Projekt "Biodiversitäts-Hotspot Gaßlalm" der Bayerischen Staatsforsten sei nun offizielles Projekt der UN-Dekade "Biologische Vielfalt", sagte Forstministerin Michaela Kaniber (CSU) am Freitag bei der Verleihung der Auszeichnung. "In vorbildlicher Weise ist es hier gelungen, hochwertige Lebensräume wieder herzustellen und durch kontinuierliche Pflege zu erhalten."

Die bis in die 1980er Jahre beweidete Alm mit alten Moorflächen war später verbuscht; die einst artenreiche Fläche und viele der dort heimischen Pflanzen- und Tierarten verschwanden. Bei dem nun ausgezeichneten Projekt hatte der Forstbetrieb Berchtesgaden der Staatsforsten die Gaßlalm rekultiviert. Dabei wurden den Flächen durch regelmäßige Mahd und Abtransport des Mähguts Nährstoffe entzogen.

Dies habe einen eindrucksvollen Erfolg gebracht: Neben dem Dukatenfalter, einer Rote-Liste-Art, konnten dort 74 weitere seltene Arten nachgewiesen werden. "Dieses Projekt leistet einen wichtigen Beitrag für den Schutz und Erhalt unserer bayerischen Natur", sagte Kaniber.

Die UN-Dekade Biologische Vielfalt (2011 - 2020) als Initiative der Vereinten Nationen soll zum weltweiten Erhalt des Artenreichtums beitragen.

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