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Bayern Biergarten-Öffnung in 13 Kreisen und Städten genehmigt

Zwei Menschen sitzen bei gutem Wetter in einem Biergarten. Foto: Tom Weller/dpa/Symbolbild

(Foto: Tom Weller/dpa/Symbolbild)

O'zapft is - In 13 bayerischen Regionen ist die Corona-Infektionsrate so günstig, dass am Montag die Biergärten und andere Freizeiteinrichtungen öffnen dürfen.

München (dpa/lby) - In 13 Landkreisen und kreisfreien Städten können von Montag an Biergärten, Straßencafés und weitere Freizeitangebote öffnen. Das teilte das Gesundheitsministerium am Samstag in München auf dpa-Anfrage mit. In den Regionen liege die Sieben-Tage-Inzidenz stabil unter 100. Stabilität wird dann angenommen, wenn in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und einer Woche fünf Tage lange unter 100 bleibt. Danach seien zwei Tage zur Umsetzung vorgesehen, am achten Tag könne geöffnet werden.

Eine Öffnung am Montag ist diesen Maßgaben zufolge für die Landkreise Landsberg am Lech, Garmisch-Partenkirchen, Starnberg, Tirschenreuth, Neustadt an der Waldnaab, Amberg-Sulzbach, Kitzingen, Würzburg und Lindau sowie für die kreisfreien Städte Passau, Bamberg, Schwabach und Erlangen möglich.

Ein 14. Antrag sei aus dem Kreis Neuburg-Schrobenhausen gestellt worden, dort sei eine Öffnung ab Dienstag genehmigt worden. Der Landrat von Neuburg-Schrobenhausen, Peter von der Grün (Freie Wähler) kritisierte die Genehmigungspraxis des Ministeriums am Samstag scharf. "Unabhängig davon, was man von weiteren Öffnungsschritten halten mag - diese ständigen, kurzfristigen Änderungen der Maßgaben sind unsäglich", heißt es in einer Mitteilung des Kommunalpolitikers.

Das Ministerium hatte am Freitagmittag in einer Pressemitteilung geschrieben: "Die 7-Tage-Inzidenz muss insgesamt fünf Tage in Folge unter 100 liegen. Anschließend sind zwei Tage zur Umsetzung vorgesehen." In der am selben Tag vom Ministerium versandten Maßgabe heißt es dagegen: "Eine stabile Entwicklung ist dabei dann anzunehmen, wenn sich die 7-Tage-Inzidenz acht Tage lang in Folge unter 100 bzw. 50 befindet." Am Samstag wurde nun dargelegt, dass "am achten Tag" geöffnet werden könne, sollten die Voraussetzungen erfüllt sein.

Insgesamt ist die Zahl der Corona-Neuinfektionen auch am Samstag weiter zurückgegangen. Im Landesdurchschnitt lag die Sieben-Tage-Inzidenz pro 100 000 Einwohner bei 120,9. Die Stadt Passau, wo mittlerweile nach Angaben der Stadtverwaltung gemessen an der Gesamtbevölkerung eine Impfquote von mehr als 50 Prozent erreicht ist, lag die Inzidenz am Samstag bei 20,8 - der deutschlandweit niedrigste Wert. Spitzenreiter im Freistaat ist der nordbayerische Landkreis Coburg an der Grenze zu Thüringen.

35 Landkreise und kreisfreie Städte lagen in Bayern am Samstag unter der für Lockerungen wichtigen Inzidenz von 100. Neben dem Stadtkreis Passau hat auch der Landkreis Neustadt an der Waldnaab eine Sieben-Tage-Inzidenz von unter 50. 36 Land- und Stadtkreise liegen hier zwischen 100 und 150, weitere 6 unter der für die Öffnung von Grundschulen relevanten Grenze von 165. Die Inzidenz ist wichtig beispielsweise für Lockerungen im Handel oder die Öffnung von Schulen.

© dpa-infocom, dpa:210508-99-520130/3

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