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Bayern Bislang größte Warnstreikrunde im Einzelhandel

Regenschirme mit der Aufschrift

(Foto: Matthias Balk/dpa)

München (dpa/lby) - Im Tarifkonflikt im bayerischen Einzelhandel hat die Gewerkschaft Verdi ihre bislang größte Warnstreikrunde gestartet. Am Freitag legten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in bayernweit rund 60 Betrieben die Arbeit nieder. Auch am Samstag sollen die Warnstreiks in einem Großteil dieser Betriebe fortgesetzt werden, sagte Verdi-Verhandlungsführer Hubert Thiermeyer.

Zielscheibe sind große Unternehmen in verschiedenen Orten und Zweigen des Handels - darunter Filialen von Edeka und Rewe, der Textilkette H&M und des Möbelhauses Ikea. Warnstreiks gab es nach Angaben der Gewerkschaft auch in den zwei Zentrallagern von Lidl in Bayern.

Die Beteiligung war nach Angaben Thiermeyers gut. "Ein voller Erfolg für die Beschäftigten und die Streikenden." Wegen der Corona-Pandemie gab es vor den Betrieben aber keine großen Aktionen.

Am kommenden Dienstag steht die dritte Verhandlungsrunde bevor, zuvor will Verdi den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen. Die Gewerkschaft fordert Lohnerhöhungen um 4,5 Prozent plus einen Fixbetrag von 45 Euro im Monat. Die Arbeitgeber argumentieren, dass viele Unternehmen von der Corona-Krise hart getroffen und deswegen keine großen Erhöhungen möglich seien. Verdi hingegen verweist auf die 2020 in Summe guten Geschäfte des Einzelhandels.

© dpa-infocom, dpa:210625-99-136199/3

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