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Bayern CSU befasst sich mit CDU-Krise nach AKK-Rückzugsankündigung

Markus Söder (CSU) läuft. Foto: Peter Kneffel/dpa/Archivbild

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München (dpa/lby) - Erstmals nach der Rückzugsankündigung von CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer wird sich am Montag (10.00 Uhr) auch der komplette CSU-Vorstand mit der Krise der Union befassen. Bereits kurz nach der Erklärung Kramp-Karrenbauers hatte Parteichef Markus Söder mit dem CSU-Präsidium über die Situation gesprochen. Angesichts der schwierigen Lage der CDU fürchtet die CSU sowohl weitere Einbußen der Union bei kommenden Wahlen als auch im Zuge der Suche nach einem neuen CDU-Chef und dem gemeinsamen Kanzlerkandidaten der Union neue Unruhe in den eigenen Reihen.

In der CDU werden dem früheren Unionsfraktionschef Friedrich Merz, Gesundheitsminister Jens Spahn und dem nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Armin Laschet die besten Chancen für eine Nachfolge von Kramp-Karrenbauer zugesprochen. Die Deutsche Presse-Agentur hatte in der vergangenen Woche aus dem engsten Umfeld von Merz erfahren, er sei entschlossen, zu kandidieren. Auch Spahn hatte erklärt, er sei bereit, Verantwortung zu übernehmen. Spahn und Laschet ließen bisher aber offen, ob sie tatsächlich kandidieren würden. Die scheidende CDU-Chefin will in der kommenden Woche Gespräche mit den möglichen Kandidaten für ihre Nachfolge führen.

Die CSU hält sich in der Frage bisher sehr bedeckt. Aus der Partei ist lediglich zu hören, dass mit der Frage des neuen CDU-Chefs nicht automatisch auch die Suche nach dem Kanzlerkandidaten der Union abgeschlossen sein wird. Obwohl jedoch auch aus der CDU heraus immer wieder Rufe nach einer Kandidatur Söders laut wurden, zeigte dieser bisher kein Interesse.

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