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Bayern DFB-Arzt Meyer: Nervig, Falschmeldungen hinterherzulaufen

Tim Meyer, DFB-Arzt.

(Foto: Swen Pförtner/dpa/Archivbild)

München (dpa/lby) - Nationalmannschaftsarzt Tim Meyer sieht keine Hinweise auf vermehrte medizinische Probleme bei Fußballern nach Impfungen. Angesprochen in einem Interview des Bayerischen Fußball-Verbandes auf Behauptungen in Sozialen Medien, Fußballer würden nach der Impfung auf dem Platz reihenweise kollabieren, sagte Meyer: "Kurz und knapp: Da ist gar nichts dran! Manchmal ist es nervig, den ganzen gezielt gestreuten Falschmeldungen hinterherzulaufen", sagte er. "Da wir das FIFA-Register für plötzliche Todesfälle betreiben, hatten wir natürlich viele derartige Anfragen. Hinweise auf vermehrte medizinische Probleme bei Fußballspielern und Fußballspielerinnen oder gar häufigere Todesfälle liegen nicht vor."

Ähnlich äußerte sich BFV-Arzt Werner Krutsch. "Ich wurde auch schon mit dieser Thematik konfrontiert. In dieser einmaligen Situation kommen eben solche Themen immer wieder hoch und verbreiten sich vor allem in den sozialen Netzwerken rasant schnell", sagte er. "Wir bleiben jedenfalls bei den wissenschaftlichen Fakten und den Erfahrungen des Alltags aus den letzten 22 Monaten - und daraus lassen sich derlei Behauptungen nicht belegen. Nur basierend auf diesen Prinzipien geben wir unsere Empfehlungen zum Gesundheitsschutz unserer Spieler und Spielerinnen heraus."

Meyer äußerte sich auch zu Herzmuskelentzündungen als Nebenwirkung einer Impfung gegen Corona. "Herzmuskelentzündungen sind als Impfnebenwirkung sehr selten und sie scheinen auch meist harmlos zu verlaufen. Viel häufiger treten sie hingegen als Komplikation bei einer Erkrankung mit dem Coronavirus auf", sagte Meyer, Leiter der Task Force Sportmedizin/Sonderspielbetrieb.

Quelle: dpa

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