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Bayern Dämpfer für Fürth im Aufstiegskampf: "Zwei Punkte verloren"

Philipp Hofmann (r) vom Karlsruher SC erzielt mit Kopf den Treffer zum 0:1. Foto: Daniel Karmann/dpa

(Foto: Daniel Karmann/dpa)

Dieses Remis könnte den Fürthern noch sehr wehtun. Die Franken lassen beim 2:2 gegen Karlsruhe unnötig Punkte liegen. Torhüter Burchert ärgert ein Missgeschick. Ein anderer Club aus dem Freistaat könnte enorm helfen.

Fürth (dpa/lby) - Rechenspiele über die Bundesliga-Chancen stellte Greuther Fürths Kapitän Branimir Hrgota nach dem verpassten Sieg im Aufstiegskampf lieber nicht an. "Wir haben noch zwei Spiele. Und danach werden wir sehen, wo wir stehen", sagte der 28-Jährige nach dem ärgerlichen 2:2 (1:2) gegen den Karlsruher SC. Selbstkritisch blickte er auf das unnötige Remis. "Man muss einfach weniger Tore bekommen, als man schießt. Wir müssen es defensiv, aber auch vorne besser machen", sagte der Fürther Topscorer.

Philipp Hofmann (4. Minute) und Marco Thiede (36.) begünstigt durch ein Missgeschick von Torhüter Sascha Burchert sorgten am Samstag zweimal für die KSC-Führung. Havard Nielsen (26.) und Hrgota (70./Foulelfmeter) brachten die spielerisch starken Fürther jeweils zurück. "Es kostet unheimlich Energie, permanent einen Rückstand aufholen zu müssen", sagte Trainer Stefan Leitl und prognostizierte einen packenden Endspurt in der 2. Fußball-Bundesliga. "Ich sage die letzten Wochen schon das Gleiche: Die Mannschaften oben werden noch enger zusammenrücken, es wird spannend bis ganz zum Schluss."

In der Tabelle bleiben die Franken mit 58 Punkten Zweiter hinter dem VfL Bochum. Am Montag spielen Holstein Kiel (56 Punkte) gegen Hannover 96 und der Hamburger SV (52 Punkte) gegen den 1. FC Nürnberg. Die Kieler haben dazu ein Nachholspiel gegen Regensburg ausstehen. Helfen die Oberpfälzer dann den Mittelfranken?

Paderborn auswärts und Düsseldorf zu Hause sind die nächsten Aufgaben für die Fürther. "Wir haben noch zwei Spiele, sechs Punkte sind zu holen. Das ist möglich, wenn wir etwas mehr Kompaktheit auf den Platz bringen und es mental schaffen, auf Sieg zu spielen", sagte Leitl.

Beide Gegentore gegen den KSC fielen zu leicht. Ein halbes Jahr kickte Hofmann einst für die Franken. Jetzt ärgerte der KSC-Angreifer seinen Ex-Club im Aufstiegsrennen mit seinem elften Saisontor. Fürth erholte sich schnell vom Gegentor und kam zum verdienten und folgerichtigen Ausgleich. Doch nachdem sich Burchert einen eigentlich zu unplatzierten Thiede-Schuss selbst ins Tor lenkte, mussten die Franken erneut einem Rückstand hinterherrennen.

Fürth blieb überlegen - und belohnte sich mit dem erneuten Ausgleich. Nach Foul an Hrgota verwandelte dieser selbst sicher. Ein weiterer Strafstoß nach einem Handspiel von Christoph Kobald wurde nach Eingreifen des Videoschiedsrichters nicht gegeben (72.). Fürth drängte und drängte, der Siegtreffer glückte aber nicht mehr. "Wir haben zwei Punkte liegengelassen", haderte Hrgota.

© dpa-infocom, dpa:210508-99-518920/4

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