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Bayern Drittwärmster Juni in Bayern seit Beginn der Aufzeichnung

Eine Frau trinkt an einem heissen Tag Mineralwasser aus einer Flasche.

(Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa/Symbo)

München/Offenbach (dpa/lby) - Am Alpenrand Hagelkörner größer als Tennisbälle, in Franken tiefe Risse im viel zu trockenen Boden: Der Juni war in Bayern ein Monat der Extreme und der drittwärmste Juni seit Aufzeichnungsbeginn. Das teilte der Deutsche Wetterdienst (DWD) in seiner vorläufigen Bilanz am Mittwoch im hessischen Offenbach mit. Die Durchschnittstemperatur lag demnach bei 18,9 Grad und damit 4 Grad über dem Wert der international gültigen Referenzperiode 1961 bis 1990. Nach meteorologischer Rechnung ist seit 1. Juni Sommer (bis 31. August). Kalendarisch fing der Sommer am 21. Juni an (Herbstanfang 23. September).

Bayern war mit 85 Litern auf den Quadratmeter das zweitnasseste Bundesland, wobei der Mittelwert der Periode 1961 bis 1990 bei 112 Litern je Quadratmetern liegt. In Unterfranken war es sehr trocken - hier fielen im ganzen Monat nicht einmal 10 Liter je Quadratmeter. Im Süden und Südosten hingegen: Heftige Gewitter mit Starkregen und Hagelschlag - am 27. Juni wurden am Alpenrand Korndurchmesser von 7 Zentimetern gemessen. Die Sonne schien rund 280 Stunden und damit 80 Stunden mehr als im Mittel in der Periode 1961 bis 1990.

Bundesweit betrachtet lag die Durchschnittstemperatur laut DWD im Juni bei 18,4 Grad und damit 3 Grad über dem Wert der Referenzperiode 1961 bis 1990. Im Vergleich zur aktuellen und wärmeren Periode 1991 bis 2020 sind es plus 2 Grad. Es war demnach der sechstwärmste Juni seit Messbeginn. Der wärmste Juni in Deutschland wurde 2019 verzeichnet mit durchschnittlich 19,8 Grad.

Quelle: dpa

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