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Bayern "Eine gemeinsame Kirche": Maria 2.0-Gruppe in München

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München (dpa/lby) - Rund zwei Jahre, nachdem die Reform-Initiative Maria 2.0 erstmals Schlagzeilen machte, hat nun auch München eine Gruppe. "Es geht nicht darum, eine Kirche ohne Männer zu machen, sondern gemeinsam eine Kirche zu machen", sagte die Sprecherin von Maria 2.0 München, Renate Spannig, bei einem Online-Treffen am Freitagabend. "Jesus war einer, der auch an Machtstrukturen gearbeitet hat." Das Ziel der Initiative, der nahezu ausschließlich Frauen angehören, sei "eine menschlichere Kirche".

Bayern galt bislang als weißer Fleck auf der Maria 2.0-Landkarte. Während die Bewegung sich anderswo in Deutschland - vor allem in und um Münster - besonders stark zu Wort meldete, gab es in Bayern bislang nur kleinere Gruppen in Würzburg und Passau.

Zur Münchner Gruppierung gehören nach Angaben Spannigs rund 40 Mitglieder. Die Initiative setzt sich für eine andere Rolle von Frauen in der katholischen Kirche und die Bekämpfung überkommener und problematischer Strukturen ein. Sie will auch Opfern von sexuellem Missbrauch in der Kirche eine Stimme geben und arbeitet eng mit anderen Reformbewegungen wie "Wir sind Kirche" zusammen.

Hoffnung setzt die Initiative auch auf den Synodalen Weg, den Reformprozess in der katholischen Kirche, der sich mit Themen wie Priestertum, Rolle der Frau und Sexualmoral befasst. Die Erfahrungen dort seien aber bislang zum Teil eher ernüchternd. Eine Teilnehmerin sagte: "Es rockt halt wenig." Eine andere beklagte sich über ihre Rolle in ihrer Kirchengemeinde: "Wir dürfen Kuchen backen und das war's."

Auch der Sprecher der Reformbewegung "Wir sind Kirche", Christian Weisner, betonte, die Auseinandersetzungen beim Synodalen Weg müssten möglicherweise härter geführt, der Prozess an sich transparenter werden. "Nachdem die Probleme 40 Jahre lang unter den Teppich gekehrt wurden, muss es krachen."

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